In diesem Blog schreibt Thomas Timmermann in seiner Funktion als Fondsmanager über die Entwicklungen am Aktienmarkt und die Auswirkungen auf die Strategie des ComStage Alpha Dividende Plus ETF.

Bröckelt...

15.12.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 15.12.2017 14:00: Uhr
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index.
EURO STOXX 50 Index
Stand: 15.12.2017 14:00: Uhr
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

… Dem EURO STOXX 50 Index fehlt zum Jahresende sichtbar die Kraft… zurzeit kämpft er gerade damit, über seinem 100-Tage-Durchschnittsstand zu bleiben. Man sieht in der kurzfristigen Grafik, dass der Aufwärtstrend und die 200-Tage-Durchschnittslinie als nächstes getestet werden. Noch müssen wir nicht viel mehr absichern... aber zurzeit sind wir glücklich, unsere Kernpositionen an Bord zu haben.

Heute Nachmittag wird mich das Börsenradio zur Strategie in allen Produkten und insbesondere auch zum ETF750 interviewen. Dieses Interview steht Ihnen heute auf unserer Seite www.ideastv.de zur Verfügung… hören Sie doch mal hier rein.

Zum Wochenende freuen wir uns über die Auflage des ETF751... der ETF750 ist also nicht mehr alleine auf der Welt!! Der ETF751 macht prinzipiell alles wie sein großer Bruder, jedoch mit einem Unterschied: Es werden nur 50 deutsche Aktien selektiert... und es wird nur in Deutschland investiert! Ab nächster Woche gibt es dann eine Menge mehr Infos ... aber vorab können Sie jetzt schon hier die neue Broschüre einsehen, in der beide Produkte präsentiert werden.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen 3. Advent!

In der letzten Woche (06.12.2017 – 13.12.2017) waren in Euroland die Versorger die Branche mit der schlechtesten Wertentwicklung (-2,4%). Zweifelsohne spielten dabei die gestern erfolgten Kursverluste der beiden prominenten deutschen Versorger RWE (-13,06%) und E.ON (-4,92%) eine Rolle, da sie den entsprechenden Branchenindex belasten. Im Aktienportfolio des ETF750 sind beide Aktien jedoch nicht vertreten. Da Versorger aber grundsätzlich klassische Dividendentitel sind, ist der prozentuale Anteil höher als im Vergleichsindex. Ins Portfolio haben wir jedoch Versorger aus Spanien und Italien gewählt, wodurch der Selektionsbeitrag im positiven Terrain liegt.

Die beste Performance in der Betrachtungsperiode zeigten die Finanzwerte (+2,0%), die wir aus den mehrfach unten im Blog aufgeführten Kriterien aktuell höher gewichtet bzw. selektiert haben. Diese Entscheidung, einen höheren prozentualen Anteil im Portfolio (35%) im Vergleich zum Ausgangsuniversum (21%) zu besitzen, wird in der Kennzahl „Allokationsbeitrag“ quantifiziert. Dieser war sehr positiv, jedoch hinkten in dieser Woche unsere selektierten Banken und Versicherer etwas hinterher. Das Plus aus dem Bereich Finanzwerte fiel entsprechend gering aus.

Kommentar zum Aktienportfolio von Senior Portfoliomanager Tim Wottawah

5-Jahres-Chart des EURO STOXX 50 Index Stand: 12.12.2017 13:15: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

…der oben zu sehende 5-Jahres-Chart des EURO STOXX 50 zeigt die übergeordnete Lage zum Jahresende. In der Summe ist der Index 9% gestiegen! Das ist viel, ... da er ja die Dividenden nicht berücksichtigt ... die muss man noch dazuzählen. Im Chart auch gut erkennbar ist der langfristige Aufwärts- und Abwärtstrend… und beide Trendlinien treffen sich Anfang 2018. Rein technisch ist der Aufwärtstrend intakt ... und der Index scheint Luft zu holen, ... um sich weiter nach oben zu bewegen,… um erneut den Abwärtstrend zu knacken. So, wie wir alle jetzt beruflich und privat in den Jahresendvorbereitungen sind, ... haben wir heute Morgen das plausibelste Szenario bis Weihnachten besprochen: Seitwärts mit der Chance einer positiven Tendenz! Wir haben daher die Optionsposition noch ein bisschen angepasst ... um nicht zu viel Zeitwertverfall auf unserer Absicherungsstruktur über die Feiertage zu haben.

Der ETF750 ist zurzeit zu 95,7% in 100 Aktien investiert. Die Kasse-Position (Sichteinlage) beträgt derzeit knapp 2%. Die verbleibenden 2,3% sind in Optionen zur Absicherung investiert. Oben im Chart sehen Sie grün eingezeichnet unsere Teilabsicherung in europäischen Aktien mit Terminmarkt-Optionen auf den EURO STOXX 50. Durch die Absicherungspositionen im DAX, EURO STOXX 50 und dem S&P 500 sinkt die reale Exponierung zum Aktienmarkt auf ca. 75%.

5-Jahreschart des Stoxx 600 Index Stand: 11.12.2017 18:00: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

… der 5-jährige Chart des STOXX 600 Index heute... aus dem ja die europäischen Aktien des ETF750 selektiert werden... zeigt, dass der Index und damit der europäische Aktienmarkt festhängt... und zwar in der Wohlfühlzone. Der übergeordnete eingezeichnete positive Trendkanal ist intakt ... der Index befindet sich über seiner 100- und 200-Tage-Durchschnittslinie ... alles gut ... auf der anderen Seite hat er es nicht geschafft sein diesjähriges Jahreshoch zu überschreiten ... noch das Hoch aus dem Jahre 2015. Daher ist alles noch offen ... sowohl für eine Jahresendrallye als auch für eine weitere Seitwärtsbewegung. Ein paar Prozent tiefer wird es dann sehr schnell technisch bedrohlich - genau das Szenario für unsere Absicherungsstrategie „light“!

Heute hat der Fonds nach der Ausschüttung von 2 Euro eine Exponierung von ca. 74,2%!

In meinem Blog vom 20. Oktober 2017 (s.u.) berichtete ich:

Wir planen, dieses Jahr vor Weihnachten 2 Euro auszuschütten. Dies geschieht voraussichtlich am 11. Dezember 2017. Erschrecken Sie also bitte nicht, ... wenn der ETF750 an diesem Tag entsprechend niedriger notiert! Die Gutschrift der Ausschüttung erfolgt nach Plan am 13. Dezember 2017. Dieses Jahr würden wir dann insgesamt 4,20 Euro auszahlen … das wären knapp 4 Prozent ... und diese Zahl zu erreichen, ist auch eines der Ziele der Anlagestrategie. Wir hoffen dann für 2018 auf entsprechend ähnlich hohe Ausschüttungen. Grundsätzlich streben wir eine im Vergleich zu den Geldmarktzinsen attraktive Auszahlung an... und orientieren uns grob an der Dividendenrendite unseres Aktienportfolios im Fonds.

Nun ist es soweit! Montag ist der 11. Dezember und die Ausschüttung findet wie geplant statt! Bitte erschrecken Sie nicht, wenn der Fonds zwei Prozent niedriger als erwartet notiert. Diese 2 Prozent finden Sie in den nächsten Tagen nach Steuerabzügen auf Ihrem Konto wieder. Nur am Rande bemerkt: Sie haben dann noch locker 10 Tage Zeit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen.. oder .. oder.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen zweiten Advent!

5-Jahres-Chart des DAX-Kursindex
Stand: 07.12.2017 18:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

…so sieht er aus... der DAX-Kursindex (ohne Dividenden) im 5-Jahres-Vergleich... Was fällt Ihnen auf? Er hat es in diesem Jahr nicht geschafft, sein Hoch aus dem Jahre 2015 dauerhaft zu überbieten! Es ist sogar noch schlimmer... er notiert zurzeit unter seinem Hoch aus dem Jahre 2000! Und das ist 17 Jahre her! Technisch sieht es also nicht gerade gut aus... Fundamental hingegen scheint nach wie vor die Sonne! Analysten rechnen in Europa mit Wachstumsraten von 2,5%... die Geldpolitik bleibt locker... und 24 DAX-Unternehmen planen zurzeit eine Dividendenerhöhung! Nach 9 Jahren Aufwärtstrend gehen wir wohl mit viel Vorbehalt in die Verlängerung!

Aufgrund der attraktiven Dividendenrendite, geringer Volatilität und der relativ zu den anderen Branchen günstigen Bewertung ist der Versicherungssektor in Euroland einer der Branchen, die wir im Vergleich zum EURO STOXX übergewichtet haben. In der letzten Woche (29.11.2017 – 06.12.2017) war die Wertentwicklung der europäischen Aktienmärkte rückläufig. Der MSCI EMU Insurance Index, also ein Index, der die Wertentwicklung aller EUR Aktien aus der Branche Versicherungen aggregiert, war ebenfalls rückläufig und verlor sogar mehr als der EURO STOXX.

Wie passt diese Tatsache zur Überschrift? Im ETF750 kaufen wir nicht den gesamten Korb aller EUR Versicherer, sondern picken durch die quantitative Aktienselektion die Rosinen und investieren nur in diese Aktien. Zudem ist die Gewichtung jeder einzelnen Aktie i.d.R. im Vergleich zum Index unterschiedlich. Der Performancebeitrag dieses „Rosinenpickens“ nennt man in der Finanzwelt „Selektionsbeitrag“ - und der war in der letzten Woche sehr positiv. Insbesondere die beiden Versicherer Ageas (+1,89%) und NN Group (+2,90%) haben den Branchenindex und den Aktienmarkt outperformt.

Kommentar zum Aktienportfolio von Senior Portfoliomanager Tim Wottawah

5-Jahres-Chart der 5-jährigen Zinsen von US-Staatsanleihen
Stand: 05.12.2017 18: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

… diese Aktie befindet sich ähnlich wie die großen amerikanischen Indizes quasi auf einem 5-Jahres-Hoch!... So weit, so gut - nur, es handelt sich hier nicht um eine Aktie, sondern um die Verzinsung 5-jähriger Staatanleihen! Die Zinsen in den USA steigen also unbemerkt und deutlich - wie die Aktien. Wenn die „sichere“ Zinsanlage mit der Zeit immer attraktiver wird, während sich die Bewertung der Aktien immer höher schraubt, dann kann es zu Umschichtungen aus Aktien in Anleihen kommen... und das könnte eine scharfe Korrektur an den amerikanischen Aktienmärkten einläuten… und genau deshalb lasse ich diesen Chart nie aus den Augen!

S&P 500 Index
Stand: 01.12.2017 17:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Es fällt von weitem schwer, zu verstehen, warum die Wall Street zurzeit noch einmal derart Gas gibt. Klar... die geplanten Steuerkürzungen – sofern Sie denn alle Hürden nehmen - sind sicherlich gut für die Aktien, aber die Geschwindigkeit und Korrekturlosigkeit sieht nicht gesund aus… Natürlich muss man weiter dabei sein, aber die Zeichen für ein unruhiges Fahrwasser in den kommenden Monaten mehren sich. Wir merken es in Deutschland an der hohen Volatilität des DAX... zum ersten Mal in diesem Jahr… Und alles nur auf die Bewegung des US-Dollars zu schieben, ist zu kurz gedacht... bei genauem Hinsehen ist die Korrelation des DAX zum US-Dollar nämlich gar nicht so hoch, aber damit lässt sich schnell eine Tagestendenz erklären. In einer Welt, in der Kryptowährungen in wenigen Monaten um 1.000 Prozent aus dem Nichts steigen und Gemälde nach einem 19-minütigen Bieterwettstreit für über 450 Millionen US-Dollar den Besitzer wechseln, ist vielleicht der jüngste Anstieg des S&P 500 Index (oben) eher eine schwache Entwicklung. Und wie stehen die Tausende Euro Milliarden, die zu null Prozent oder sogar negativ verzinst werden, dazu? Ist das alles gesund?

Der ETF750 profitiert heute von der steigenden Volatilität, denn unsere Absicherungsposition wird bei steigender Nervosität automatisch wertvoller. Unsere Exponierung ist durch die vorhandene Absicherungsstruktur „light“ auf 73% gesunken... was ebenfalls planmäßig ist. Heute mussten wir nichts tun, da wir ja die Grundabsicherung an Bord haben. Die nächsten Tage und Wochen werden spannend... und das ist gut so! Durch die aktive Absicherung können wir die Chancen eines raueren Börsenklimas nutzen... und wir halten Sie hier stets auf dem Laufenden!

Ich wünsche Ihnen einen schönen 1. Advent!

Großer Gewinner in der letzten Woche (22.11.– 29.11.2017) war in den USA die im bisherigen Jahresverlauf enttäuschende Flop-Branche Nummer 1: die Telekommunikation. Die durch die quantitative Selektion bestimmten Titel Verizon und AT&T legten um 5,4% bzw. 4,0% zu. Beide Titel wurden, insbesondere aufgrund ihrer attraktiven erwarteten Dividendenrendite, im Rahmen des gestern durchgeführten Rebalancings bestätigt und werden somit auch in den nächsten drei Monaten mit an Bord sein.

Schlusslicht im Wochenvergleich war in den USA der IT-Sektor, der im Portfolio wiederum aufgrund der ambitionierten Bewertung weniger stark vertreten ist. Durch die Selektion von Cisco – einer der IT-Titel mit einem günstigeren KGV von 15,3 (Durchschnitt IT USA: 19,1) – wurde dennoch auch in dieser Branche eine positive Performance erzielt.

Kommentar von Senior Portfoliomanager Tim Wottawah

EURO STOXX 50 Index
Stand: 30.11.2017 13:00: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index.
EURO STOXX 50 Index 5-Jahres-Chart
Stand: 28.11.2017 18:30: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

… bitte schauen Sie sich unbedingt den Fünfjahreschart zum EURO STOXX 50 weiter unten im Blog an (aus regulatorischen Gründen), bevor Sie den EURO STOXX 50 Chart oben betrachten!.. Fertig? Gut: Wir sehen im Chart oben, wie sich der EURO STOXX 50 auf den Weg macht, seinen Abwärtstrend wieder zu knacken... um zum Jahresende noch einmal Fahrt aufzunehmen. Natürlich hängt der weitere Verlauf von vielen Dingen ab... zurzeit verstärkt vom Verlauf des Euro, aber der Chart spricht von weitem betrachtet für sich!

Im Rahmen der Absicherungsstrategie „light“ haben wir fast 90% Exponierung auf unseren europäischen Aktien und freuen uns, wenn es weiter hoch geht! Die eingezeichnete Absicherungszone ist trotzdem an Bord und gibt uns die Grundabsicherung zum Jahresende. Es ist aber auch klar, dass wir in der Nähe der Jahreshochs (sofern wir noch in diesem Jahr dahin kommen) diese Exponierung wieder ein bisschen senken werden!

Alle drei Monate wird die Zusammensetzung des Aktienportfolios im ETF750 überprüft. Dabei selektieren wir aus dem insgesamt 1.100 Aktien umfassenden globalen Anlageuniversum 100 Titel nach den Auswahlkriterien Bewertung, Volatilität und insbesondere erwartete Dividendenrendite. Der Selektionsprozess ist folglich quantitativ, systematisch und emotionslos.

Durch die Bestimmung der Aktien, welche dann gleichgewichtet allokiert werden, ergibt sich implizit die Gewichtung der Branchen im Portfolio. Die größten Verschiebungen sind dieses Mal im Bereich der europäischen Finanzwerte zu finden. Hierunter fallen neben Banken auch insbesondere Versicherungstitel, denn deren Bewertung, gemessen an der Kennzahl Kurs-Gewinn Verhältnis, liegt mit 12,6 aktuell deutlich unter dem Marktdurschnitt (STOXX 600: 16,2), die erwartete Dividendenrendite liegt bei attraktiven 4,7% (STOXX 600: 3,2%). Im Gesamtportfolio werden wir durch die Umschichtung heute die Dividendenrendite von 4,0% auf 4,2% erhöhen. Die größte Reduktion (Gewinnmitnahme) wurde unter den europäischen Aktien im Sektor Versorger vorgenommen, welcher per 24.11.2017 nach IT die zweitgrößte Performance im laufenden Jahr erzielt hat.

In der heutigen ideasTV Sendung - u.a. auch zu sehen um 18.54 Uhr auf ntv - gehen wir zusätzlich auf den Performanceeinfluss der Branchenselektion ein und zeigen den gesamten Überblick über alle Branchenveränderungen. Also nicht verpassen!

Kommentar zum Aktienportfolio von Senior Portfoliomanager Tim Wottawah.

EURO STOXX 50 Index
Stand: 28.11.2017 18:30: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

… der oben dargestellte EURO STOXX 50 Index hängt fest… aber bewegt sich doch sehr langsam wieder nach oben…

Obwohl der Euro in den letzten Tagen sehr stark gestiegen ist, konnte sich der Index gut behaupten tauchte nicht in unsere Absicherungszone per Juni 2018 (grün dargestellt) ein! Damit hält er sich die Tür für eine Jahresendrallye offen.

Von der Wall Street kommt zurzeit nur Rückenwind… ein Allzeithoch jagt das nächste! Hält dieser Trend an und bleibt der US-Dollar unter der USD/EUR-Marke von 1,20, könnte in den europäischen Aktienmarkt noch einmal Dynamik nach oben kommen. Der ETF750 ist darauf eingestellt… behält aber seine Grundabsicherung beharrlich an Bord :-)

Morgen werden wir dann die quartalsweise Überprüfung der Aktien durchführen und unsere Aktienauswahl im ETF750 leicht anpassen. Tim Wottawah wird dazu hier im Blog und abends in der ideasTV-Sendung um 18:54 Uhr auf n-tv berichten.

Deutsche Börse Volatilitäts-Index
Stand: 27.11.2017 16:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg

… die implizite Volatilität - ein Maß für den Absicherungspreis ? Der Chart oben zeigt, dass wir immer noch in einem Abwärtstrend sind... passend zum Wohlfühl-Bullentrend! Aber... wir befinden uns nicht mehr auf den Tiefstständen! Kommt zum Jahresende noch mal Bewegung in den Markt?

Bei dieser Frage lohnt es sich, ein paar Jahreszahlen aus 2017 anzuschauen. Der amerikanische Technologie-Index Nasdaq ist in diesem Jahr um 32% gestiegen, der S&P 500-Index dagegen „nur“ um 16,35%... die 30 DAX-Werte sind ohne Reinvestition der Dividenden immerhin noch 10,47% gestiegen… Die Performance des STOXX 600 Index ist mit 6,7% leicht abgeschlagen. Und die Währungseinflüsse? Stellen Sie sich vor: Sie hätten als amerikanischer Investor in diesem Jahr in den DAX investiert und würden heute Ihre Position glattstellen: Dann hätten Sie 13,55% im DAX (mit Dividenden) und 13,4% durch den Euro-Anstieg verdient, insgesamt also knapp 27%!

Für international agierende Investoren spielen die Währungsschwankungen bei der jährlichen Performanceberechnung also teilweise eine dominierende Rolle. Dementsprechend sind wichtige Chartmarken, wie die 1,20 US/EUR-Marke entscheidend... denn je nach Verlauf kann es zu Portfolioumschichtungen der Investoren kommen... und diese können am Ende auch für Bewegung im DAX sorgen :-)

Alles offen...

24.11.2017
US/EURO Devisenkurs
Stand: 22.11.2017 18:30: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Oben abgebildet finden Sie den Euro/USD Wechselkurs. Sie sehen die starke Abwertung des US-Dollars von in der Spitze 20% in 2017 ... und das hat auch seine Spuren bei unserem 25-prozentigen Anteil an US-Aktien hinterlassen ... denn wir sichern ja (bewusst) die Währung nicht ab. Zurzeit wird gerade die Indexbewegung im DAX mit der Stärke oder Schwäche des Euro begründet ... das sollte aber nur kurzfristig sein. Heute z.B. spielt es schon keine große Rolle mehr… und eine weitere Abwertung von 20% erwartet keiner. Im Gegenteil ... es gibt viele Gründe, warum der US-Dollar in Zukunft auch wieder aufwerten kann ... denken Sie nur an die Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA!

Gestern fand das monatliche Radiointerview mit mir zur Strategie statt. Es sind wieder über 10 Minuten geworden! Hören Sie doch mal rein: Sie finden das Interview auf unserer Seite www.ideastv.de direkt unter der Fernsehsendung.

Ich wünsche Ihnen schon mal ein schönes Wochenende!

Die Wertentwicklung der einzelnen Branchen und Aktien, die in Summe einen Index wie den EURO STOXX oder STOXX 600 darstellen, entwickeln sich i.d.R. nicht analog zum Aktienmarkt, denn die einzelnen Marktparameter wie Zinsen, Währungen, Rohstoffpreise oder Geschehnisse wie "Brexit" oder „Jamaika“ haben unterschiedliche Auswirkungen für jede Branche. Die Branchenallokation des ETF750 ist das Ergebnis des quantitativen Selektionsprozesses und unterscheidet sich von der Branchenallokation der o.a. Indizes.

Die Analyse der Renditequellen des Aktienportfolios, bezogen auf die letzte Woche, zeigt, dass in Europa die Industrietitel den größten Beitrag zur Gesamtperformance lieferten. Im Portfolio vertreten sind beispielsweise Bouygues SA (+4,18%) oder Vinci (+3,26%). Den zweitgrößten Performancebeitrag lieferten die Grundstoffe (Linde +3,65%, Koninklijke DSM N.V. +3,34%). Dieser Sektor war in Euroland generell betrachtet der am stärksten gesuchte Sektor, gefolgt von IT und Energie. Die beste Performance zeigte Neste Oyj (+4,70%), ein Mineralölunternehmen und Biokraftstoffhersteller aus Finnland.

Für den amerikanischen Aktienmarkt zeigt diese Analyse des Aktienportfolios, dass die Branchen Telekommunikation, gefolgt von Gebrauchsgütern und IT besonders gefragt waren. Der erstgenannte Sektor ist im Portfolio aufgrund der deutlich zum Marktdurchschnitt höheren Dividendenrenditen (>5%) stärker gewichtet. Gebrauchsgüter und IT sind dagegen im anteiligen amerikanischen Portfolio entsprechend ihres Anteils im S&P 500 geringer gewichtet. Durch die vom Prozess selektierten Aktien Cisco (+7,01%) und IBM (+3,32%) konnten jedoch speziell die durch die geringere Gewichtung von IT entstandenen Performance-Nachteile nahezu komplett durch deren besonders erfreuliche Wertentwicklung kompensiert werden.

Kommentar zum Aktienportfolio des ETF750 von Senior Portfolio Manager Tim Wottawah

War‘s das?

22.11.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 22.11.2017 16:15 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Bevor Sie sich den winzigen Ausschnitt des EURO STOXX 50 Charts oben anschauen ... müssen Sie sich den 5-Jahresverlauf (im Blog unten vom 20.11.2017 „Noch unentschieden“) betrachten! (primär aus regulatorischen Gründen). Gemacht? Dann bitte jetzt den Ausschnitt oben anschauen: dort sehen Sie, wie viel Respekt der Index vor unserer Absicherungszone hat. Er hat genau dort wieder gedreht! Spaß beiseite: die Absicherungszone ist natürlich genau so konstruiert worden, ... dass sie dort startet, ... wo es ernst wird. Und das ist hier die grün eingezeichnete 100-Tage-Durchschnittslinie und die rot eingezeichnete 200-Tage-Durchschnittslinie. Dort hat der Index erstmal gedreht ... und er weist auch heute gegenüber dem DAX eine relative Stärke auf. Sollte sich dieser Trend durchsetzen ... sind wir ganz schnell wieder bei 3.700 Indexpunkten.

Da wir durchaus mit der Möglichkeit einer Erholung rechneten … bauten wir im Rahmen unserer Absicherungsstrategie „light“ die Optionspositionen so auf, dass sie nach oben die Exponierung des Fonds zum Aktienmarkt auch schnell wieder erhöht. Zurzeit haben wir daher wieder eine Exponierung von ca. 79% und können von der Erholung gut profitieren.

Kraftlos...

21.11.2017
DAX 30 Index
Stand: 21.11.2017 11.00 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Im aktuellen DAX-Chart oben sehen Sie, dass sich der DAX zurzeit in unserer Absicherungszone zwischen 11.800 und 13.400 Indexpunkten per Juni nächsten Jahres befindet… In dieser Zone sind ca. 65% des Marktwerts unserer deutschen Aktien im ETF750 abgesichert. Klar erkennbar ist auch der intakte Aufwärtstrend - er ist der Grund für unsere relativ geringe Absicherung. Trotz des positiven Gesamtbilds sieht der Index aber (leider) kurzfristig angeschlagen und kraftlos aus!

EURO STOXX 50 Index
Stand: 20.11.2017 11:20: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Trotz gescheiterter „Jamaica“ Koalition präsentieren sich die europäischen Aktienmärkte zum Wochenanfang wenig verändert. Oben dargestellt sind der EURO STOXX 50 Index und die Absicherungszone im ETF750 per Juni 2018. Der Index befindet sich direkt am oberen Ende und wägt anscheinend noch ab, ob er die Zone betreten soll oder nicht… Innerhalb der Zone wartet dann die 100-Tage-Durchschnittslinie bei 3.528 und die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 3.509 Indexpunkten als nächste „Support Zone“. Der Chart zeigt ebenfalls sehr schön den langfristigen Abwärtstrend, der (noch) nicht bezwungen werden konnte...

Noch unklar...

17.11.2017
STOXX 600 Index
Stand: 17.11.2017 16:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

In der ideasTV- Sendung erläutert Andreas Hürkamp in dieser Woche, warum die Börsenampeln kurzfristig auf Grün stehen. Er sieht gegenüber den Crashs aus vergangenen Jahren große Unterschiede zu den gewöhnlich auftretenden Mustern. Der Chart des STOXX 600 Europa Index (siehe oben) strahlt diese Stärke aber leider nicht aus. Im Gegenteil: der Index ist auf die 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien zurückgefallen und droht weiter zu fallen. Der Versuch die Allzeithochs aus dem Jahr 2015 bei 413 Indexpunkten zu erreichen, ist bislang gescheitert. Der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend könnte bald getestet werden. Und es gibt durchaus Themen, die die europäischen Aktien in den nächsten Monaten belasten können. Im aktuellen Börsenradio-Interview mit unserem Chefvolkswirt Dr. Jörg Krämer geht es z.B. um die bevorstehende, lange Phase der Unsicherheit bei den Verhandlungen rund um den Brexit.

Im ETF750 sind wir bzgl. der Stärke der Absicherung grundsätzlich noch „light“ positioniert, denn alle Aufwärtstrends in unseren Kernmärkten sind intakt! Trotzdem haben wir rechtzeitig unsere strukturelle (Teil-) Absicherung aufgestockt und beobachten den Markt sehr genau. Bei weiter sinkenden Märkten steigt die Absicherungsquote übrigens automatisch und der Effekt der eingesetzten Juni 2018 Optionen verstärkt sich bis zum Verfall laufend durch die abnehmende Restlaufzeit. Die Exponierung des Fonds in Aktien liegt zurzeit bei ca. 72,8%.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

DAX Index
Stand: 15.11.2017 17:40 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Heute haben wir unsere Absicherungspositionen noch einmal nachjustiert... die DAX Absicherungsposition zwischen 13.500 und 11.800 (s. Blog unten) haben wir aufgestockt, bei unserer EURO STOXX 50 Absicherungsposition haben wir 3.050 Put-Optionen gegen unsere vor ein paar Tagen gekauften 3.550 Put-Optionen verkauft und damit den Ausbau der DAX Absicherungsposition finanziert.

Der Markt ist angeschlagen und wir haben eine solide erste Absicherungsposition an Bord. Durch den Einsatz von sehr lang laufenden Optionen (Verfall Juni 2018) wird diese Position erst in den nächsten Monaten richtig greifen... aber dann richtig: So sind per Juni 80% des Marktwerts unserer europäischen Aktien durch unsere EURO STOXX 50 Absicherungsstrecke zwischen 3.550 und 3.050 indirekt abgesichert. Durch den Einsatz von dieser langen Laufzeit ist die Exponierung daher auch immer noch bei ca. 71%. Dies ist wichtig, da wir jederzeit wieder auf die Jahreshochs zurückkehren können.

Noch ist nichts entschieden. Insofern haben wir jetzt erst einmal eine mittelfristig sehr wirksame Absicherung aufgebaut, die uns aber kurzfristig bei einer Rückkehr zu den Allzeithochs nicht so sehr viel Performance kosten kann.

Euro/US-Dollar Wechselkurs
Stand: 14.11.2017 18.00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Begründungen für den kurzfristigen Absturz der europäischen Märkte fallen mir viele ein... aber besonders schuldig scheint mir der Euro/US-Dollar Wechselkurs zu sein, s. Chart oben: Der Euro ist gestiegen... also schlecht für die Aktien (obwohl die Wirtschaftszahlen zurzeit alle Prognosen positiv überbieten und diesen Währungseffekt eigentlich locker überkompensieren müssten).

Als Fondsmanager kommt es aber leider nicht auf gute Erklärungen zum Marktgeschehen an, sondern es muss laufend neu disponiert werden! Entscheidungen sind gefragt, und keine schönen Geschichten... Wir rechnen entweder mit einer Trendausweitung nach unten (hierfür haben wir genügend Optionen an Bord) oder mit einer schnellen Erholung (für diesen Fall haben wir eine kleine Position Optionen an Bord, die unsere Exponierung schnell wieder erhöht). In jedem Fall gibt es auf den ungewöhnlichen Verlauf der letzten beiden Wochen bald eine klare Antwort. Die Kräfte nach oben sind zwar weit stärker als die nach unten... jedoch sind Korrekturen jederzeit möglich. .. die aktuelle ist bisher nur eine kleine...

EURO STOXX 50 Index
Stand: 13.11.2017 15:40 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Wegen der weiteren technischen Verschlechterung der europäischen Aktienmärkte haben wir unsere Absicherungspositionen im EURO STOXX 50 noch einmal aufgestockt. Die Exponierung haben wir jetzt auf ca.72% reduziert.

Und hier noch ein Kommentar zur Entwicklung der europäischen Aktien im ETF750 von Tim Wottawah:

Bisher sind die europäischen Aktienmärkte im Verlauf des Novembers 2017 im Rückwärtsgang. Während klassische Aktien-ETFs diese Bewegung ungebremst 1:1 nachvollzogen haben, konnte der ETF750 aufgrund der Absicherungspositionen resultierend aus dem Risikomanagement und dem konservativer ausgerichteten Aktienbasisportfolio eine Outperformance erzielen: Das Teilportfolio der 60 quantitativ ermittelten Aktien aus dem EURO STOXX konnte in den ersten Tagen des laufenden Berichtsmonats eine Outperformance von 0,47% generieren (ohne Berücksichtigung von Erträgen aus der Absicherungsposition). Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

EURO STOXX 50 Index
Stand: 10.11.2017 9:45 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Passend zum Wetter sehen die Charts zum Wochenende nicht mehr ganz so rosig aus. Wir haben daher heute im ETF750 zusätzliche Absicherung eingekauft und die Exponierung auf ca. 76% gesenkt. Sollte der Kursrutsch der letzten Tage nicht schnellstens wieder nach oben korrigiert werden, müssen wir von einer Trendverlängerung (nach unten) ausgehen – Grund genug, sich ein bisschen mehr mit Optionen einzudecken... insbesondere im schwächsten Index: dem EURO STOXX 50.

Oben ist auch der Abwärtstrend dargestellt, den der Index ja gerade erst nach oben überwunden hat... und unsere Absicherungszone per Juni 2018. Auf dem Niveau von 3.500 Punkten haben wir jetzt 65% des Volumens an europäischen Aktien per Juni 2018 über EURO STOXX 50 Put-Optionen abgesichert. Das ist aber noch keine strategische Veränderung der Absicherungsstrategie light, sondern eher eine disziplinierte Anpassung an ein verschlechtertes Marktumfeld.

Mutig?

08.11.2017
DAX-Kursindex vs. S&P 500 Index (in Euro)
Stand: 08.11.2017 15: Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

In der heutigen ideasTV-Sendung werden Sie einen sehr optimistischen Chefvolkswirt der Commerzbank erleben, was den weiteren DAX-Verlauf betrifft. Ohne Not kann er sich für das nächste Jahr DAX-Notierungen oberhalb von 14.000 Punkten vorstellen. Ich kann das auch! Aber eher aus technischen Gründen.

Schauen Sie sich z.B. oben den Vergleich zwischen dem DAX-Kursindex (ohne Reinvestition der Dividenden) und dem S&P 500 (in Euro dargestellt, um den US-Dollar Einfluss auszublenden), normiert auf 100, an: Nach der Finanzkrise haben sich die amerikanischen Aktien in der Breite (500 Werte!) fast dreimal besser entwickelt als der DAX!

Man sieht auch, dass der DAX-Kursindex gerade erst einmal ein neues Allzeithoch geschafft hat ... und heute nur knapp über den Indexständen von 2015 liegt. Real ist also noch nicht wirklich viel passiert, wir werden vielmehr durch den Dividendeneffekt im DAX etwas geblendet. Aber es kann noch vieles passieren.

Deshalb bleiben wir erst einmal bei unserer Absicherungsstrategie light!

DAX analog!

07.11.2017
DAX Index
Stand: 07.11.2017 10:35 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Und hier die analoge Position im DAX: Absicherungszone: 11.800 bis 13.400 Indexpunkte per Juni 2018. Absicherungsvolumen: 47% des Marktwerts der deutschen Aktien. Der eingezeichnete Trendkanal gibt auch eine schöne Indikation, wo der DAX am Jahresende stehen könnte ... wenn es weiter so gut läuft! Bitte beachten Sie jedoch die 17,61%, die der Index allein in diesem Jahr schon als Plus verbuchen kann. Auch bei dieser Position werden wir dem Index nach oben folgen und immer wieder die Absicherung nachziehen... bis zu dem Tag, an dem der Index nicht mehr weiter kommt und in die Absicherungszone eintaucht:-)

EURO STOXX 50 Index
Stand: 07.11.2017 9:45 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Wir haben unsere Teilabsicherung für die europäischen Aktien angepasst. Die neue Absicherungszone in EURO STOXX 50 Optionen liegt nun zwischen 3.550 und 3.050 Punkten. Zurzeit sehen Sie den Index bei ca. 3.690 Indexpunkten, aber durch den Dividendenabschlag wird der Index per Juni 2018 nur bei 3.586 Indexpunkten gehandelt. Daher startet unsere Absicherungsposition bei 3.550.

Neuer Fälligkeitstermin der Absicherungsposition ist der Eurex-Verfall am 15. Juni 2018. Durch die Laufzeitverlängerung um 3 Monate gegenüber der alten Position verliert die Absicherungsposition bei gleichbleibenden Markt nicht so schnell an Wert. Abgesichert ist ein Marktvolumen von ca. 49% der europäischen Aktien per Mitte Juni 2018. Insgesamt haben wir die Exponierung leicht auf knapp unter 80% gesenkt. Auf dem Weg nach oben werden wir weiter die Absicherungszonen nachziehen und bei Anzeichen einer Überhitzung auch die Absicherungsquote erhöhen und die Exponierung weiter senken.

Geld...

03.11.2017
Aggregierte Bilanzsummen (inkl. Projektion) der vier größten Zentralbanken in Trillionen US-Dollar
Stand: 24.08.2017*
Quelle: Zentralbanken, Bloomberg, Commerzbank Research

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken hat ihre Bilanzen richtig aufgebläht. Das Schaublid oben zeigt, dass sich dieser Liquiditätsberg auch bis 2020 nicht stark abbauen wird - trotz langsamer Abkehr von den Kaufprogrammen. Die eingezeichnete schwarze gestrichelte Linie zeigt, wo wir eigentlich sein müssten – wenn die Zentralbanken einfach ihre Geldpolitik aus der Zeit vor der Finanzkrise fortgeführt hätten. Diese ganzen Trillionen müssen also zurzeit nicht refinanziert werden und spenden somit die Liquidität, von der wir immer wieder sprechen. Das Wichtigste ist aber: Es wird noch sehr lange dauern, bis wir zur Normalität zurückkehren... und bis dahin haben die Kapitalmärkte noch Raum, sich weiter in ungewohnten Höhen zu bewegen. Und die Wirtschaft in Deutschland und Europa läuft! Unsere Commerzbank Analysten haben gerade erst die Wachstumsprognosen erhöht!

Für den ETF750 bedeutet all dies, weiter an einer sehr geringen Absicherungsquote festzuhalten... mit einer Exponierung von ca. 85% liegen wir am oberen Ende der im Rahmen der aktiven Absicherungsstrategie überhaupt zu erwartenden Exponierung zum Aktienmarkt. Und ich bin mir sicher, dass wir auch einmal eine Exponierung von nur noch ca. 30% sehen werden… aber: Es kann halt noch dauern, bis die Jagd nach neuen Höchstständen ihr natürliches Ende findet. Bis dahin versuchen wir, unser Absicherungsbudget auf einem Minimum zu halten!

Übrigens: Auch wir freuen uns über ein Allzeithoch… nämlich im verwalteten Fondsvolumen, das erstmals 40 Millionen Euro überschritten hat. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihr Vertrauen in ein völlig neuartiges Konzept des risikoadjustierten Investierens in Aktien. Schönes Wochenende!

Die Aktienselektion im ETF750 wird NICHT aktiv gesteuert! Das Team um Dr. Neumann wendet vielmehr ein fundamentales Selektionsprogramm an, das mehrstufig 100 starke Dividendenaktien nach bestimmten Sicherheitskriterien selektiert. Zurzeit ist Sicherheit aber nicht das wichtigste Kaufkriterium am Aktienmarkt. Vielmehr laufen aktuell eher Aktien, die unser Modell aufgrund z.B. einer zu hohen Bewertung oder einer zu hohen Volatilität „deselektiert“, bevor die Schlussauswahl auf Basis der Dividendenhöhe festgelegt wird.

Trotzdem ist es natürlich wichtig, zu wissen, wie sich unser Aktienportfolio schlägt. Tim Wottawah hat für Sie das Wesentliche zusammengefasst:

„Seit dem letzten vierteljährlichen Anpassungstermin am 30.8.2017 ist der DAX ohne einen nennenswerten Rücksetzer von 12.000 auf aktuell 13.229 Punkte gestiegen. Dabei gab es insgesamt drei Phasen eines schnellen, nahezu sprunghaften Anstiegs. Diese Phasen sind konstruktionsbedingt leider „Gift“ für unsere Aktienselektion, denn wir fokussieren uns nicht auf die Werte mit der größten Sensitivität zu steigenden Aktienmärkten, sondern auf die Vereinnahmung einer gegenüber dem Markt deutlich höheren Dividendenrendite bei idealerweise geringerer Volatilität des Gesamtportfolios. In der Folge hat sich die Teilstrategie, bestehend aus 60 Aktien aus dem Euroland, zwar ebenfalls positiv, aber um 2,2% weniger positiv entwickelt. Unser selektierter Branchenfokus „Versicherer“ konnte dabei den EURO STOXX und STOXX 600 in der Performance schlagen. Betrachtet man die 15 weiteren allokierten europäischen Aktien außerhalb der Eurozone, lagen diese seit dem starken Anstieg der Aktienmärkte mit dem STOXX 600 auf Augenhöhe – trotz eines geringeren Betas.

Die Teilstrategie auf den amerikanischen Aktienmarkt bereitet im aktuellen Marktumfeld weiterhin Probleme. Die 25 selektierten Aktien konnten zwar bis Mitte Oktober noch genau mit dem S&P500 mithalten, aber in der letzten Woche war das Tempo zu hoch und die im Portfolio enthaltenen Aktien liegen nunmehr für den Zeitraum vom 30.8. – 27.10.2017 mit aktuell -1,50% hinter dem Vergleichsindex. Speziell nachteilig war der Schub der schon seit langem sehr ambitioniert bewerteten Tech-Titel, welche durch ihr entsprechendes Gewicht im S&P500 einen entsprechend positiven Performanceeinfluss auf den Index ausübten. Zwar beinhaltet die Aktienselektion Titel, wie z.B. Intel, aber sie vermeidet teure Aktien, deren Bewertungen kein Limit zu kennen scheinen.“

Umgekehrt bedeutet das aber auch: Sollten die Märkte einmal ins Rutschen kommen, dürfte die Aktienselektion auch entsprechend resistenter sein.

DAX: 12 Monats Kurs/Buchwert Verhältnis seit 1996; Eurozone anualisiertes Geldmengenwachstum M1 in %, Stand: 27.10.2017


Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Das Schaubild oben von Andreas Hürkamp ist m.E. sehr bedeutend. Gelb eingezeichnet ist das Geldmengenwachstum. Zur Zeit liegt es bei 9% plus… d.h. die Geldmenge wächst! Blau eingezeichnet ist das DAX Kurs-Buchwert-Verhältnis. Würde der DAX nur den Buchwert der Unternehmen reflektieren und keinerlei zukünftige Gewinne berücksichtigt, wäre der Kurs-Buchwert bei 1. Der passende DAX-Stand betrüge dann nur 7.700 Indexpunkte. Das ist aus heutiger Sicht so eine Art Boden im DAX. Umgekehrt kann man auch ausrechnen, wie oft der Buchwert der DAX-Unternehmen in der Blase von 2000 bezahlt wurde. Immerhin über das Dreifache! Dies wiederum gibt eine Indikation, wann der DAX heute in einer vergleichbaren Blase wäre… nämlich bei über 25.000 Indexpunkten und nicht bei 13.200! Aber eigentlich ist ein ganz anderer Zusammenhang in dieser Grafik wichtig: In der Vergangenheit war eine markante Verlangsamung des Geldmengenwachstums M1 in Richtung 0% ein guter Indikator für eine Korrektur des DAX in Richtung eines Kurs/Buchwert Verhältnisses von unter 1:  in den Jahren 2000/01, 2007/08 und 2010/2011.  Da wir aber noch ein starkes Geldmengenwachstum von 9% haben… brauchen wir gerade dies zur Zeit nicht zu befürchten. Das Schaubild liefert also wirklich eine Menge an Informationen, finden Sie nicht? …ich wünsche Ihnen morgen einen schönen Feiertag!

Geschafft!

27.10.2017
EURO STOXX 50
Stand: 27.10.2017 13:52 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Pünktlich zum Wochenende wagt der EURO STOXX 50 seinen Ausbruch nach oben! Da nun auch der langfristige Abwärtstrend zunehmend geknackt ist ... hat er noch einiges an technischem Potenzial.

Auch der DAX erfreut sich eines neuen Allzeithochs! Er wird unterstützt von starken Wirtschaftsindikatoren, wie z.B. den Ifo-Index ,.. dessen letzter letzter Stand auch (!) ein Allzeithoch darstellt.

Wir lassen die Märkte weiter steigen und bleiben bei unserer Absicherungsstrategie „light“.  Heute haben wir nach oben Marken gesetzt, an denen wir die Grundabsicherungsstruktur (wie sie weiter unten im Blog beschrieben ist) nachziehen. Noch aber ist es dafür zu früh!

Da sich der Markt jetzt langsam von den Teilabsicherungsniveaus wegbewegt, gehen wir sogar mit einer Exponierung von über 83 Prozent im ETF750 ins Wochenende. Das ist ein schöner Begleiteffekt, wenn man mit Optionen absichert und den Weg nach oben freilässt

Aus dem Handelssaal sehe ich gerade einen blauen Himmel und zwei sehr hohe Baukräne ... passend zum Allzeithoch beim DAX und beim Ifo-Index. Ihnen ein schönes Wochenende!

Yes, we can!

25.10.2017
S&P 500 Index
Stand: 25.10.2017 15:34 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

In Anlehnung an meinen Eintrag gestern, indem es um Absicherungskosten ging, mache ich mir heute Gedanken zum Thema Risiko!

Gestern las ich in einer Studie von J.P. Morgan Asset Management einen interessanten Vergleich, in der die Kollegen die Dauer und Performance der Baisse- und Hausse-Phasen des S&P 500 Index seit 1929 analysierten. Unter anderem wurden dort der Crash von 1929 aufgrund überhöhter Verschuldung und irrationalem Überschwang, die verfrühte Leitzinserhöhung 1937, das Öl-Embargo der OPEC 1973, der Crash von 1987 sowie die jüngsten Krisen, wie die Dotcom-Blase oder die globale Finanzkrise 2007/2008, unter die Lupe genommen. Dabei verlor der Markt in diesen Phasen im Schnitt in der Spitze 42%, eine Erholung der Kurse dauerte durchschnittlich 21 Monate und in acht von zehn Fällen rutschte die Wirtschaft in eine Rezession, sodass auch das volkswirtschaftliche Umfeld mit einer Erholung zu kämpfen hatte. Eine lange Durststrecke, die Anleger hier überwinden mussten.

Doch warum erzähle ich Ihnen das? Ganz einfach! Spannend bei dieser Betrachtung ist, dass nahezu jedem dieser Kurseinbrüche eine lange und ertragreiche Hausse-Phase vorausging. Im Zeitraum von 1932 bis heute konnten neun Hausse-Phasen identifiziert und analysiert werden. Wir befinden uns aktuell im zehnten Zyklus dieser Art. Der S&P 500 stieg in diesen Phasen im Schnitt 158% bei einer Dauer von 68 Monaten. Aktuell liegen wir bereits bei 272% und 103 Monaten. Was heißt das nun für Sie als Anleger und Investor? Eigentlich nur... dass man ein erhöhtes Risikobewusstsein haben sollte - angesichts der Länge des historischen Bulltrends der letzten Jahre.

Dies alles galt aber auch schon vor einem Jahr (!) und seither sind die Aktienmärkte weiter gestiegen… jeder, der investiert war, sollte also ganz zufrieden sein. Wir managen den ETF750 aktiv und versuchen, die Absicherungskosten bei steigenden Märkten niedrig zu halten... stets mit kritischem Blick auf mögliche Wendepunkte. Dabei geht es am Ende nicht nur um die gewünschte Verringerung der Verluste nach unten, sondern auch darum, von den anschließenden Erholungsphasen zu profitieren.

Zur Seite weg!

24.10.2017
S&P 500 Index
Stand: 24.10.2017 10:40 Uhr*
Quelle: Bloomberg

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Diese Woche bin ich hauptsächlich in unserem Office in London. Die Stadt ist trotz "Brexit" immer noch "die" Finanzmetropole in Europa. Jeden Morgen machen sich hunderttausende Kapitalmarktexperten auf den Weg zur Arbeit. In meinen Gesprächen hier wird deutlich, dass die niedrige Schwankungsintensität (Volatilität) bei allen wesentlichen Marktteilnehmern auf dem Radar ist. Sie wird inzwischen auch als Bedrohung für die Aktienmärkte (selbst) gesehen, denn oft stürzen die Märkte genau aus einem solchen Umfeld der Sorglosigkeit ab. Und auch die vielen potenziellen Risiken werden hier gesehen und offen diskutiert. Wenn die Absicherung aber so günstig ist, ... dann sollte man doch voll abgesichert sein ... oder? Weit gefehlt ...  selbst auf den jetzigen Preisniveaus kostet Absicherung noch viel Geld.

Nehmen wir als Beispiel eine DAX Absicherung bei 13.000 Indexpunkten per März 2018: Sie kostet 3,4 Prozent an der EUREX (Europäische Terminbörse)! Ein ganzes Jahr kostet dementsprechend circa 7 Prozent oder mehr. Würde der ETF750 also nur in DAX-Aktien investieren ... wären wir bei einer Vollabsicherung zu circa 93 Prozent in Aktien investiert und zu circa 7 Prozent in Optionen. Und wenn der DAX dann einfach ein Jahr lang nicht vom Fleck kommt? Dann sinkt der Wert des ETF750 jeden Tag durch den Zeitwertverfall der Option (im Fachjargon "Theta" genannt). Dieser Wert ist jeden Tag in diesem Beispiel negativ und theoretisch müssten wir auch noch die Gebühren im Fonds in die Rechnung mit einbeziehen. Eine solche statische Absicherung ist also wenig sinnvoll in einem von der lockeren Geldpolitik getriebenen, langsam leicht steigenden Aktienmarkt ... es ist meines Erachtens viel sinnvoller, eine Minimumabsicherung an Bord zu haben ... und die Absicherung dann zu erhöhen, … wenn es ernsthafte Anzeichen gibt. Das ist der Grund, warum wir eher an eine aktive, als an eine passive Absicherungsstrategie glauben.

Und selbst diese Grundabsicherung gilt es zu finanzieren ... wir tun das zum Beispiel bei unseren amerikanischen Aktien durch den Verkauf von Call-Optionen ... mit Basispreisen ... die weit über dem heutigen Niveau liegen. Und wir verkürzen in all unseren Grundabsicherungspositionen die Absicherungsstrecke um die täglichen Kosten weiter zu senken.

Oben abgebildet ist der S&P 500 in US-Dollar. Der Index hatte zuletzt ein paar schwächere Tage ... aber eine Trendwende ist das noch nicht.

Der ETF750 ist dementsprechend immer noch auf steigende Kurse eingestellt: die Exponierung liegt leicht über 80 Prozent. Heute Morgen habe ich mit Joachim Fend (zuständiger Fondsmanager des ETF750 in Frankfurt) auch nur ein Thema besprochen: das "Theta" möglichst auf null zu reduzieren … ohne zu viel von unserer Grundabsicherung aufzugeben. Das ist durch den Verkauf von ganz kurzfristigen EUREX-Optionen (Laufzeit bis maximal zwei Wochen) auch gelungen. Seine letzte Meldung dazu war: „Theta nun plus 60; Delta 82“. Was das heißt? Der ETF verdient durch den Zeitwertverfall der Optionen bei unveränderten Marktbedingungen 60 Euro am Tag... und die Exponierung des Fonds liegt bei circa 82 Prozent. ;-)

EURO STOXX 50 Index
Stand: 20.10.2017 11:20 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Der EURO STOXX 50 Index hat sich leider noch nicht entschieden, den Abwärtstrend zu knacken. Das Gute an dieser technisch interessanten Situation ist, ... dass wenn der Index einfach nur stehen bleibt, ... wird der Abwärtstrend schon gebrochen. Aus meiner Sicht stehen die Chance dafür immer noch sehr gut!

Teil des Produktkonzepts des ETF750 ist es, zweimal im Jahr auszuschütten: und zwar vor Weihnachten und vor den Sommerferien. Als langfristige Anlage soll – ähnlich wie bei einer Anleihe – möglichst regelmäßig eine Auszahlung stattfinden. Nachteil der Ausschüttungen ist, dass sie oft in den unendlich vielen Performancevergleichen des ETF750 auf den diversesten Webseiten schlichtweg nicht berücksichtigt werden. So sieht die Wertentwicklung oft weniger positiv aus ... als sie eigentlich ist ... weil die Ausschüttungen einfach unterschlagen werden. Da wir diese fremden Webseiten aber nicht beeinflussen können ... müssen wir damit leben ... und hoffen, ... dass sich unsere Ausschüttungspolitik in diesem besonderen ETF mit der Zeit herumspricht. Und wir informieren natürlich darüber, wo wir können ... in den Fondsdaten ... und auch in diesem Blog … sogar bevor die Ausschüttungen überhaupt stattgefunden haben ;-)

Wir planen dieses Jahr vor Weihnachten 2 Euro auszuschütten. Dies geschieht voraussichtlich am 11. Dezember 2017. Erschrecken Sie also bitte nicht, ... wenn der ETF750 an diesem Tag entsprechend niedriger notiert! Die Gutschrift der Ausschüttung erfolgt nach Plan am 13. Dezember 2017. Dieses Jahr würden wir dann insgesamt 4,20 Euro auszahlen … das wären knapp 4 Prozent ... und diese Zahl zu erreichen, ist auch eines der Ziele der Anlagestrategie.   Wir hoffen dann für 2018 auf entsprechend ähnlich hohe Ausschüttungen. Grundsätzlich streben wir eine im Vergleich zu den Geldmarktzinsen attraktive Auszahlung an ... und orientieren uns grob an der Dividendenrendite unseres Aktienportfolios im Fonds.

Ich wünsche Ihnen heute aus unserem Büro in London ein schönes Wochenende!

Potenzial?

18.10.2017
Vergleich: S&P 500 (in Euro) und EURO STOXX 50 aus der ideasTV-Sendung vom 18.10.2017
Stand: 18.10.2017 09:00 Uhr*
Quelle: Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf der hier angezeigten Indizes im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Heute sind wir also definitiv bei über 13.000 Indexpunkten im DAX. Die andauernde Hausse und die Sorglosigkeit der Marktteilnehmer habe ich in der heutigen Sendung mit dem Chefvolkswirt der Commerzbank thematisiert.

Interessant ist die letzte Grafik der Sendung (s.o.), die zeigt, wie sehr die amerikanischen Aktien seit der Finanzkrise die europäischen übertroffen haben. Wenn wir im Zyklus also hinter Amerika sind, dann haben die europäischen Aktien auch noch Potenzial. Trotzdem haben wir gestern die günstigen Preise für Optionen genutzt und unsere europäische Absicherungsposition leicht aufgestockt. Durch die Beimischung von Call-Optionen (die von steigenden Kursen profitieren) konnten wir aber die Exponierung über 80% halten und profitieren daher (auch) weiterhin von steigenden Kursen.

Deutsche Börse Volatilitäts-Index
Stand: 16.10.2017 17:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Und während sich beim EURO STOXX 50 eine charttechnische Entscheidung anbahnt, sinkt die implizite Volatilität auf immer tiefere Niveaus. Offenbar gehen die Marktteilnehmer von der absoluten Stagnation aus! Doch wie wahrscheinlich ist das? Im ETF750 gab es in den letzten Tagen keine Transaktionen… wir warten ab! Wir sind zu ca. 97,5% in Aktien investiert und haben eine verhältnismäßig hohe Exponierung von knapp 80%. Das ist richtig für diese leicht positiven und fast bewegungslosen Börsentage.

EURO STOXX 50 Index
Stand: 16.10.2017 17:30 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Während der DAX mit dem neuen Allzeithoch von über 13.000 Indexpunkten hadert, steht der EURO STOXX 50 vor einer großen Entscheidung. Der Chart oben zeigt den seit 17 Jahren gültigen Abwärtstrend. Bleibt der EURO STOXX 50 einfach nur stehen ... wird er diesen Abwärtstrend durchbrechen. 

Late Cycle?

13.10.2017
S&P 500 in US-Dollar
Stand: 13.10.2017 13:00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Ob der DAX nun auf über 13.000 oder 14.000 Punkte steigt, ist eigentlich bedeutungslos für eine langfristige Anlage. Aktien sind in einer zinslosen Zeit nun einmal ein Anlagevehikel, mit dem man in kurzer Zeit sehr viel verdienen kann. Mit Immobilien geht das auch. Es dauert jedoch im Zweifel länger und ist auch mit höheren Kosten verbunden. Im ETF750 versuchen wir, so viel wie möglich von den steigenden Kursen zu profitieren – aber das ist nicht so einfach. Denn wir sind in 100 Aktien investiert ... und diese sind sehr konservativ und defensiv ausgewählt. Viele der Aktien, die jetzt gut laufen, sind nicht in unserem Portfolio. Wer also aktuell eine maximale Aktienexponierung sucht, der sollte gegebenenfalls erwägen, in einen entsprechenden anderen Fonds zu investieren ... davon gibt es reichlich.

Late Cycle - wie viel Luft ist noch nach oben? Diese Frage beschäftigt mich am meisten: Wo stehen wir gerade im aktuellen Wirtschaftszyklus? Der S&P 500 (oben abgebildet) ist seit der Finanzkrise fast nur gestiegen. Wir sind dort im neunten Jahr der Erholung und damit definitiv im „late cycle“. Typische Anzeichen für einen anfälligen Aktienmarkt sind die im historischen Vergleich sehr hohen Bewertungen von Aktien und Immobilien - das Ganze gepaart mit einem sehr niedrigen Risikobewusstsein der Investoren und einer hohen Liquidität. Meist endet dies mit einer Änderung der Geldpolitik und einem unerwarteten Einzelereignis.

Warum beschäftigt mich dieses Thema so sehr? - Weil der ETF750 im Gegensatz zu all den anderen Aktienfonds eine aktive Absicherungsstrategie nutzt, die in diesem Blog immer wieder kommentiert wird. Dabei besteht die eigentliche Kunst darin, den Zeitpunkt rechtzeitig zu erkennen ... und dann auch wirklich schnell abzusichern. Um eines klarzustellen: Das ist nicht trivial und wird auch nie perfekt klappen. Beispielsweise hätte man allein in diesem Jahr bei 12.000 DAX-Punkten mit viel Hektik durch eine im Nachhinein nicht benötigte Absicherung viel Geld vernichtet.

Nicht das Erreichen von 13.000 oder sogar 14.000 Punkten im DAX ist also entscheidend ... sondern angesichts des Charts zählt: Wann dreht der Markt und wo geht es los? Vermutlich in Amerika. Die Outperformance, die man durch Absicherung und durch anschließende Erhöhung der Exponierung erzielen kann (wie im Sicherheitsorientierten ideasTV-Zertifikat, WKN CB1TVS), ist auf Sicht der nächsten Jahre entscheidend.

Für heute aber ist alles gut ... der DAX schafft es vielleicht noch, oberhalb der 13.000 Punktemarke zu schließen ... und der Wendepunkt ist (noch) nicht in Sicht! Schönes Wochenende :-)

Watch it!

11.10.2017
Verlauf 5-jährige Zinsen für US-Staatsanleihen seit 2012
Stand: 11.10.2017 18:40 Uhr*
Quelle: Bloomberg
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Steigende Zinsen locken Anlagegelder an … machen Aktien und Gold unattraktiver … erst recht, wenn die Inflationsraten niedrig sind. Da die führende Aktienbörse die in den USA ist, müssen wir laufend ein Auge auf die Zinsentwicklung haben. Oben im Chart sieht man, dass die Zinsen in diesem Jahr ihr Niveau verteidigen. Sollten sie auf ein Niveau über 2 Prozent springen, müssen wir die Reaktion des Aktienmarkts im Blick haben. Nach dieser historisch langen Hausse ist die Zins-/ und Geldmengen-Entwicklung ein guter Indikator für die Risikoanfälligkeit der Anlage in Aktien. Der ETF750 verzeichnete diese Woche gute Zuflüsse, die wir zunächst in der Kasse parken. Die Exponierung nach oben sinkt dabei auf immer noch sehr hohe 80 Prozent.

Null Angst!

10.10.2017
Deutsche Börse Volatilitäts-Index
Stand: 10.10.2017, 13:00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
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Der oben abgebildete Index für die impliziten Volatilitäten von an der EUREX gehandelten Optionen ist ein guter Indikator für die Höhe der Absicherungspreise und damit auch, ob die Anleger besorgt sind oder nicht. Die erfreuliche erste Interpretation des Schaubilds oben ist, dass die Marktteilnehmer auch nach rund 10 Prozent Anstieg in den letzten paar Wochen nicht sonderlich beängstigt sind. Auf dem zweiten Blick erkennt man jedoch auch eine Art „Bodenbildung“, ... die Preise für Optionen sinken nicht mehr nachhaltig. Auf der Höhe eines Allzeithochs in vielen wichtigen Indizes dürfte man das eigentlich auch erwarten. Insgesamt ist der Volatilitätsindex aber in der Nähe seines Jahrestiefs auf einem historisch sehr niedrigen Niveau. Der ETF750 freut sich über die Sorglosigkeit der Marktteilnehmer, ... die vermutlich zu weiter steigenden Kursen führen wird ... und ist dafür auch gut positioniert! Aber nicht ohne eine gesunde Portion professioneller Skepsis!

Überkauft!

09.10.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 9.10.2017 19:00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Der Markt steht heute… aber das wird nicht lange so sein. Im Chart oben sind der langfristige Abwärtstrend im EURO STOXX 50 und die Teil-Absicherungszone zwischen 3.000 und 3.500 Indexpunkten per März Eurex Verfall (weiß gestrichelt) eingezeichnet. Wie schon so oft in diesem Jahr scheint der Markt für die nächsten Wochen kaum mehr Potenzial zu haben. Aber nach dem extrem starken Anstieg der letzten Wochen ist der Markt einfach überkauft. Wie immer gibt es viele Pro- und Kontra-Beiträge hierüber... übergeordnet jedoch wirken der schwächere Euro und die sehr guten Fundamentaldaten... zuletzt in Deutschland. Was vermutlich am meisten wirkt, ist jedoch der vorhandene Liquiditätsüberhang angesichts der Niedrigstzinspolitik der EZB und dem Anleihekaufprogramm.

Wir warten nun zunächst ab, ob es dem Markt gelingt, den nächsten Schub nach oben zu machen. Überraschen würde es mich nicht…

STOXX 600 vs S&P 500
Stand: 6.10.2017 11:00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Oben dargestellt ist ein Vergleich des STOXX 600 Index und des S&P 500 Index. Aus den 600 bzw. 500 Aktien der beiden Indizes werden die 100 Aktien im ETF750 selektiert. Häufig wird die 25% Gewichtung amerikanischer Aktien im ETF750 in Frage gestellt. Man sieht in der Grafik klar, dass sich eine Investition in amerikanische Aktien in den letzten 10 Jahren dreimal mehr gelohnt hätte. Dies liegt übrigens nicht nur an der besseren Entwicklung des Index, sondern auch an dem in dieser Zeit deutlich gegenüber dem Euro gestiegenen US-Dollar. Da wir den US-Dollar ja bewusst nicht im Fonds absichern, ist der Vergleich nur sinnvoll, wenn beide Indizes in Euro betrachtet werden. Deswegen sinkt die rote Linie des S&P 500 Index auch in diesem Jahr... trotz einem Allzeithoch im S&P 500 gestern… denn der US-Dollar weist ja in der ersten Hälfte dieses Jahres eine markante Schwäche gegenüber dem Euro aus. Zugunsten des STOXX 600 könnte man argumentieren, … dass er SEHR viel Aufholbedarf hat! Nun stehen wir am Ende dieser Woche in fast allen wichtigen europäischen Charts kurz vor dem Ausbruch nach oben. Angesichts der im internationalen Vergleich fundamental wesentlich günstigeren Bewertung europäischer Aktien und der Schnelligkeit und Kraft der jüngsten Erholung (1.000 Punkte im DAX in nicht einmal zwei Monaten!)... wäre es meines Erachtens falsch, die Absicherungsquote im Fonds zurzeit sehr hochzufahren. Wir bleiben daher bei unserer Absicherung „light“: Bei einer Exponierung zum Aktienmarkt von ca. 80% profitiert der ETF750 also weiter von steigenden Aktienkursen. Die Zeit für höhere Absicherungsquoten wird aber eines Tages kommen, da bin ich mir sicher… und eine Grundabsicherung haben wir bereits an Bord!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bedanke mich an dieser Stelle beim ETF750-Team für die lieben Geburtstagswünsche gestern!

Thomas Timmermann,
Marathon Berlin 2017

Heute feiert Thomas Timmermann Geburtstag. Das ETF750 Team wünscht ihm alles Gute und für ihn, wie auch für den ETF750, einen weiterhin erfolgreichen Lauf wie beim letzten Marathon!

Auf dem Radar?

04.10.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 4.10.2017 16:00 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Heute lohnt es sich, mal wieder auf den ganz langen EURO STOXX 50 Chart zu schauen: Aufgrund der enthaltenen spanischen Aktien verbucht der Index heute zwar eine klar schlechtere Performance als z.B. der DAX (s. aktuelle Nachrichtenlage)… jedoch ist er in der langfristigeren Betrachtung am Ende eines sehr, sehr langfristigen Abwärtstrends angekommen. Normalerweise bleibt er dort nicht lange stehen, sondern es kommt zu einer Entscheidung... und die kann recht nachhaltig in eine Richtung gehen, wie es der Chart oben zeigt. Für den ETF750 bedeutet dies, dass wir nach oben erst einmal keine Optionen verkaufen, um unsere Absicherung zu finanzieren.

WOW!

02.10.2017
DAX Index
Stand: 2.10.2017 18:10 Uhr*
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Das geht jetzt doch ziemlich schnell mit der Rückkehr zu den Allzeithochs! Der Chart oben zeigt den Spurt des DAX in den letzten zwei Tagen. Aus Sicht der Absicherungsstrategie lagen wir mit der niedrigen Absicherungsquote richtig. Wie angekündigt stocken wir sie aber jetzt behutsam auf. Wir haben also heute unsere Grundabsicherungspositionen (s. Blog weiter unten) durch die Erhöhung der bestehenden Kontraktzahl aufgestockt. Es sind nun jeweils ca. 50% der deutschen und amerikanischen Aktien in der jeweiligen Absicherungsstrecke mit März-Terminmarktoptionen abgesichert. Gleichzeitig haben wir in den USA verkaufte Call-Optionen zurückgekauft und sie mit längerer Laufzeit auf viel höheren Niveaus wieder verkauft. In der Summe bleiben wir bei unserer hohen 80%-Exponierung.

Die Aufstockung bedeutet nicht das erwartete Ende der Hausse an den europäischen Märkten… wir holen nur nach, was wir eigentlich auf niedrigeren Niveaus mit viel höheren Kosten aufgebaut hätten ... gleichzeitig profitieren wir bei den neu gekauften Optionen von den weiter gefallenen günstigen Prämien. Ob und wie es weitergeht, entscheidet sich nicht heute und vermutlich auch nicht diese Woche ...

Weitblick...

29.09.2017
EURO STOXX 50 Index (14:15 Uhr)*
Stand: 29.9.2017 14:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Zum Wochenende hier noch einmal ein Blick auf den EURO STOXX 50. Eingezeichnet ist dort die Teil-Absicherungszone zwischen 3.000 und 3.500 Indexpunkten und der März Eurex-Verfall 2018 (gestrichelte weiße Linie). Mit einer Exponierung von über 80% - also einer Absicherungsquote von unter 20% -  des Fondsvolumens (per heute) liegen wir in der jetzigen Erholung ziemlich gut. Die eingezeichnete Absicherungszone ist per März Eurex-Verfall 2018 nur für ca. 48% des Marktwerts der europäischen Aktien ausgelegt. Damit haben wir eine absolute Minimumabsicherung an Bord, sollte es einmal zu einer dramatischen unerwarteten negativen Markteröffnung kommen. Im Chart auch eingezeichnet ist der übergeordnete Abwärtstrend im EURO STOXX 50 ... der bei einem weiteren Anstieg bremsen wird. Wir werden eine potenzielle weitere Erholung zum behutsamen Ausbau der Absicherungsstruktur nutzen.

Zum Wochenende sind die Summe aller Fondsanteile des ETF750 ca. €38,2 Mio. wert. Davon sind ca. €37,2 mill. in Aktien investiert (ca. 97,50%).

US-Zinsen...

28.09.2017
5 Jahresdarstellung der 5-Jahreszinsen (11 Uhr)*
Stand: 28.9.2017 11:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahresverlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Seit vielen Jahren kommentieren wir die restriktiver werdende Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. An den 5-jährigen US-Zinsen für Staatsanleihen war diese Entwicklung allerdings nicht so richtig abzulesen. Gleiches gilt für den EUR/USD Wechselkurs. Die amerikanischen 5- Jahreszinsen fielen im Sommer dieses Jahres auf 1,6%. Der US-Dollar wertete dieses Jahr ca. 11,8% gegen den Euro ab. Gestern habe ich in diesem Blog bereits schon den kurzfristig erstarkten US-Dollar kommentiert. Heute will ich mit dem Chart oben auf den rasanten Anstieg der US 5-Jahreszinsen auf 1,93% hinweisen. Denn steigende Zinsen und eine restriktivere Geldpolitik sind eine Bedrohung für Aktienmärkte. Wir ändern heute an unserer Absicherungsstrategie nichts ... dafür ist es zu früh. Übrigens steigen heute in Europa insbesondere die Kurse der Banken und parallel fiel diese Woche der Goldpreis. Ein Grund könnten auch hier die steigenden Zinserwartungen sein!   Bei der Festlegung der Absicherungsquote spielen nicht nur technische Faktoren eine Rolle ... sondern natürlich auch fundamentale. Deswegen schaue ich mir jeden Morgen als erstes neben den Aktienmärkten auch die Entwicklung an den Zinsmärkten an. Steigende Zinserwartungen und steigende Aktienkurse müssen sich erstmal nicht widersprechen ... erstmal ;-)

Euro?

27.09.2017
Euro/US-Dollar-Wechselkurs
Stand: 27.9.2017 9:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Nach der Bundestagswahl hat der Euro seine Stärke erstmal wieder verloren. Im Chart oben sieht man recht gut, dass der mittelfristige Aufwärtstrend des Euro gegen den US-Dollar vorerst beendet ist. Es gibt viele potenzielle Begründungen dafür ... auf die ich hier nicht weiter eingehen will. Dr. Krämer, der Chefvolkswirt der Commerzbank, sprach zum Beispiel schon vor der Wahl in unserer ideasTV-Sendung (www.ideastv.de) über die potenziellen Markteinflüsse einer FDP-Regierungsbeteiligung. Aber auch die US-Zinspolitik spielt beim Rücksetzer des Euro eine Rolle.

Für den ETF750 ist jedoch allein entscheidend, dass die amerikanischen Aktien nun nicht mehr über den schwachen US-Dollar negativ zur Wertentwicklung des Fonds beitragen! Wir haben also die Chance, einen Teil der Performanceverluste des ETF750 mittels eines schwachen US-Dollars zurückzugewinnen!

Wir starten mit einem Fondsvolumen von 37,8 Millionen Euro in den Tag. Die Absicherungsstruktur „light“, ... die unten im Blog beschrieben wurde, ... ist unverändert an Bord. Die Exponierung zum Aktienmarkt ist mit über 80 Prozent für den Fonds eher hoch. Begründung: Wir sind immer noch in einem positiven Börsenumfeld ... und haben daher nur ein absolutes Minimumpaket an Absicherung an Bord, ... um von weiter steigenden Aktienkursen auch profitieren zu können.

Gestern und vorgestern hatte ich in der Schweiz die Gelegenheit, mit Wertpapierexperten über den ETF750 zu sprechen. Das Ergebnis sind viele neue Erkenntnisse und Ideen, die ich nach Frankfurt mitgebracht habe. Faszinierend und auch beruhigend für mich ist die Tatsache, ... dass auch diese absoluten Kenner der europäischen Fondsbranche kein Vergleichsprodukt zum ETF750 kennen :-)

S&P 500 Index
Stand: 22.9.2017 12:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Der Chart oben zeigt den amerikanischen S&P 500 Index, aus dessen Universum die US-Aktien für den ETF750 selektiert werden. Man sieht den starken Aufwärtstrend, der anscheinend durch nichts erschüttert werden kann! Leider haben wir im ETF750 in diesem Jahr wenig davon profitieren können. Der Anstieg des Index um 11,69 Prozent in 2017 wird überkompensiert durch die Abwertung des US-Dollars gegen den Euro um 14 Prozent im gleichen Zeitraum. Die Aktien sind zwar gestiegen, ... sie sind aber nach Umrechnung in Euro doch weniger Wert. Trotzdem bleiben wir aus Diversifikationsgründen weiter in US-Aktien investiert. Und wir sichern sie auch ab: im Chart erkennen Sie die Teil-Absicherungsstrecke im S&P 500 von 2.400 Indexpunkten bis 2.150 Indexpunkten für circa 40 Prozent des Marktwerts der amerikanischen Aktien. Auch hier haben wir in Indexoptionen mit Verfall März 2018 investiert. Zusätzlich haben wir eine kleine Position an verkauften Dezember-Call-Optionen in der grün eingezeichneten Zone an Bord. Dadurch finanzieren wir die Teil-Absicherungsposition an Put-Optionen.

Der amerikanische Aktienmarkt ist fundamental höher bewertet als der europäische Aktienmarkt. Die Geldpolitik der US-Notenbank wird in den nächsten Monaten auch wesentlich restriktiver als die der EZB ausfallen. Zusätzlich existieren die bekannten geopolitischen Risiken, ... sodass wir das weitere Marktpotential als eher begrenzt ansehen. Daher arbeiten wir an dieser Stelle abweichend zu unserer europäischen Position auch mit verkauften Call-Optionen bei der Absicherungsstrategie. Insgesamt favorisieren wir aber auch in diesem Markt nur eine Absicherungsstrategie „light“.  

Wie angekündigt haben wir gestern Aktien nachgekauft und unsere Kasse-Position wieder auf ein Minimum runtergefahren ... wir sind also fast voll investiert. Das neue Fondsvolumen liegt bei 37,4 Millionen Euro.  

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Vergleich ETF750, DWS Top Dividende und ishares Europe Select Dividend 30 ETF
Wertentwicklung normiert (seit Auflage des ETF750), Beobachtungszeitraum: 29.7.2016 – 18.9.2017
Stand: 19.9.2017 19:30 Uhr
F750 GR Equity = ComStage Alpha Dividende Plus UCITS ETF (WKN ETF750)
SD3PEX GR Equity = iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS ETF (WKN 263529)*
DWSTOPD GR Equity = DWS Top Dividende (WKN 984811)*
Quelle: Bloomberg, Wertentwicklungen inklusive Ausschüttungen
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Eines will ich gleich vorweg sagen: Wir vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Warum sich also diesen Vergleich anschauen? Der ETF750 ist einzigartig, da er eine Aktienselektion plus Absicherungsstrategie bietet. Es gibt kein Vergleichsprodukt und auch keinen Vergleichsindex. Da aber alles in der Finanzwelt verglichen werden muss, ... zeige ich Ihnen einmal einen denkbar einfachen Weg. Blenden wir doch einfach die Absicherungsstrategie aus! Tun wir so, als würde der ETF750 nur Aktien selektieren und vergleichen den Kursverlauf des ETF750 mit zwei sehr bekannten Dividendenfonds: den ishares Stoxx Europe Select Dividend 30 UCITS ETF (Fondsvolumen über 400 Millionen Euro) und den DWS Top Dividende (Fondsvolumen über 19 Milliarden Euro!). Beides sind ohne Zweifel sehr renommierte Fonds. Da der ETF750 im Sommer 2016 aufgelegt wurde, ... können wir den Vergleich erst dort starten. Dann sieht man, dass der ishares ETF den ETF750 deutlich hinter sich lässt! Es gibt also durchaus andere Dividendenstrategien, die den ETF750 Selektionsprozess schlagen! Dieser ETF meidet zum Beispiel amerikanische Aktien und hat daher auch nicht mit einem schwachen US-Dollar zu kämpfen. Geht es also nur um die Dividenden, ... und hier wiederhole ich mich, ... gibt es sicherlich auch sehr gute Alternativen zum ETF750! 

Und jetzt blenden wir die aktive Absicherungsstrategie einmal kurz ein! Wenn die zusätzliche Absicherungsstrategie irgendeinen Mehrwert hat, müsste man diesen doch bei fallenden Märkten sehen, oder? Diesen Ausschnitt finden Sie direkt unter diesem Blog!

 

* SD3PEX GR Equity = iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS ETF (WKN 263529) Historische Wertentwicklungen finden Sie hier.

DWSTOPD GR Equity = DWS Top Dividende (WKN 984811) Historische Wertentwicklungen finden Sie hier.

Vergleich ETF750, DWS Top Dividende und ishares Europe Select Dividend 30 ETF
Wertentwicklung normiert, Beobachtungszeitraum: 1.6.2017 – 1.9.2017
Stand: 19.9.2017 19:30 Uhr
Quelle: Bloomberg, Wertentwicklungen inklusive Ausschüttungen
F750 GR Equity = ComStage Alpha Dividende Plus UCITS ETF (WKN ETF750)
SD3PEX GR Equity = iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS ETF (WKN 263529)
DWSTOPD GR Equity = DWS Top Dividende (WKN 984811)
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Im Blog oben sehen Sie den Langzeitvergleich zwischen den drei Fonds. Hier geht es nur darum, zu überprüfen, ob die Absicherungsstrategie „light“ im Zeitraum 1. Juni 2017 bis 1. September 2017, als es einmal ausnahmsweise an den Aktienmärkten runter ging, irgendeinen Mehrwert geliefert hat? Ich meine schon! Die Optionsstrategie konnte die negative Entwicklung deutlich abdämpfen - und genau darum geht es! Interessant wird diese Grafik aber erst, wenn es irgendwann einmal richtig "kracht".

Zurzeit folgt der ETF750 den fundamental und technisch positiv bewerteten Märkten mit einer reduzierten Absicherungsstrategie, ... um möglichst wenig positive Performance durch die Absicherungskosten zu zerstören. Die Performance des Fonds speist sich aus Kursgewinnen und Dividendeneinnahmen minus Absicherungskosten (bei steigenden Märkten). Ziel unserer aktiven Absicherungsstrategie ist es, bei fallenden Märkten Zusatzerträge aus der Absicherungsstrategie zu erwirtschaften. Bei dem Schwesterprodukt, dem ideastv Sicherheitsorientierten Zertifikat, führte dieser Ansatz (WKN CB1TVS unter www.ideastv.de) in den letzten neun Jahren zu einer signifikanten Outperformance gegenüber der Vergleichsanlage ohne Absicherungsstrategie. Es lohnt sich, den Kursverlauf gegenüber der Benchmark aus 50 Prozent DAX und 50 Prozent EURO STOXX 50 Performance Index (inkl. Dividenden) seit 2008 anzuschauen ... auch um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Risiken mit einer Aktienanlage verbunden sind. Und warum deshalb ein Produkt mit Absicherungsstrategie durchaus interessant sein könnte :-)

 

* F750 GR Equity = ComStage Alpha Dividende Plus UCITS ETF (WKN ETF750) Historische Wertentwicklungen finden Sie hier.  

SD3PEX GR Equity = iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS ETF (WKN 263529) Historische Wertentwicklungen finden Sie hier.

DWSTOPD GR Equity = DWS Top Dividende (WKN 984811) Historische Wertentwicklungen finden Sie hier.

Deutsche Börse VDAX
Stand: 19.9.2017 10:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Der Chart oben zeigt, dass die impliziten Volatilitäten fast auf Jahrestief gesunken sind. So billig waren Optionen nur im März! Da wir spannende Ereignisse, wie die FED Sitzung und die Bundestagswahl vor uns haben, nutzen wir die Chance und kaufen für den ETF750 Optionen (für die Experten in Form eines Bull Time Spread: Kauf Oktober 3525 Calls und Verkauf Dezember 3625 Calls). Dadurch erhöht sich die Exponierung leicht und wir bereiten uns für den nächsten Schachzug des Markts vor. Rein technisch sieht es weiter so aus ... als ob es hoch geht und genau für diese Richtung wäre diese neue Position gut. Wenn nicht, dann ist es auch nicht schlimm ... denn unsere Basis Absicherung in März 2018 Optionen steht.

Weiter!

18.09.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 18.9.2017 10:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Die europäischen Aktienindizes starten stark in die Woche. Der EURO STOXX 50 Chart oben zeigt, ... dass der kurzfristige Stillstand des Markts rund um den September-Verfall letzte Woche wohl nur zum Ausruhen gebraucht wurde. Damit bestätigt sich mein Verdacht, ... dass der Markt wieder in Richtung seiner Jahreshochs tendiert. Wegen der unten im Blog beschriebenen sehr reduzierten Absicherungsstruktur partizipiert der ETF750 zur Zeit zu über 80 Prozent am steigenden Aktienmarkt ... ein Prozentsatz, den wir das ganze Jahr nicht hatten! Wir bleiben wachsam, ... aber lassen den Markt erstmal weiter nach oben laufen.

Nachgefragt!

15.09.2017
DAX Index
Stand: 15.9.2017 15:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Heute hat der Aktienmarkt eine Auszeit genommen. Der DAX-Chart oben zeigt den Pausen-Modus des Index knapp über unserer neuen Teil-Absicherungszone. Gestern erhielten wir eine ganze Reihe von – aus meiner Sicht – sehr guten Fragen eines Lesers zum ETF750.

Da ich mir vorstellen könnte, dass die Antworten auch für andere Leser dieses Blogs interessant sein könnten, nutze ich den heutigen Blogeintrag zum Wochenende dafür:

1) Werden in Zukunft auch die monatlichen Netto-Mittelzuflüsse des ETFs veröffentlicht?

Das ausstehende Volumen des ETF750 wird auf Tagesbasis veröffentlicht. Sie finden diese Informationen beispielsweise im Fondsprofil unter www.comdirect.de, das Sie unter Eingabe der WKN direkt aufrufen können. Unserer Meinung nach ergibt sich aus der Veröffentlichung der monatlichen Zu- und Abflüsse kein Mehrwert für den Anleger. Daher verzichten wir auf diese Angaben, deren Erstellung zudem mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden ist. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das Fondsvolumen des ETF750 seit Auflage am 1. Juli 2016 stetig anstieg.

2) Welche Anlegerstruktur weist der ETF750 aktuell auf?

Wir schätzen, dass der Großteil der Anteile des ETF750, aktuell etwa 60 Prozent, von institutionellen Anlegern gehalten wird. Somit entfallen knapp 40 Prozent des Fondsvolumens auf Privatanleger. Bitte beachten Sie an dieser Stelle, dass der Großteil des Handels im Sekundärmarkt, d.h. über die verschiedenen Börsen und Market Maker abgewickelt wird. Dies hat zur Folge, dass uns die Anleger des ETFs persönlich nicht bekannt sind und uns daher keine genauen Zahlen zur Verfügung stehen.

3) Wie wichtig ist das Fondsvolumen?

 Die Größe eines Fonds ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der Frage nach der langfristigen Existenz eines Fonds. Denn eine Vielzahl der Kosten eines Fonds (z.B. für die Depotbank, den Wirtschaftsprüfer, Gemeinkosten des Portfoliomanagement etc.) fallen unabhängig von der absoluten Größe an. Gelingt es einem Fonds also nachhaltig nicht, substanzielle Mittel einzusammeln, dann ist die Existenz mittel- bis langfristig gefährdet. Aber auch ein sehr hohes Fondsvolumen kann zu Problemen führen: So kann es bei einem sehr hohen Fondsvolumen zu Begrenzungen kommen, wenn nicht mehr sichergestellt werden kann, dass dem Fonds die Veräußerung seines Inventars in kurzer Zeit möglich ist. Dies wäre aber beispielsweise in einem Szenario nötig, in dem alle Investoren ihre Anteile verkaufen wollen.

Mit einem aktuellen Fondsvolumen von ca. 35 Millionen Euro ist der ETF750 groß genug, um wirtschaftlich nachhaltig existieren zu können. Da kritische Größen erst ab etwa 500 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro erreicht werden, ist der ETF750 auch noch weit davon entfernt, dass wir uns bezüglich eines zu hohen Fondsvolumens Sorgen machen müssten. Ein Vorteil der aktuellen Größe ist es, dass der im Rahmen der quantitativen Aktienselektion angewandte Liquiditätsfilter so gewählt werden kann, dass nicht nur in Large Caps investiert werden muss, sondern dass auch die Chancen von Aktien aus der zweiten Reihe genutzt werden können. Da der Fonds keine Vertriebsfolgeprovisionen an Makler oder Filialnetze bezahlt und der Vertrieb ausschließlich über den Sekundärmarkt stattfindet, wächst das Fondsvolumen ausschließlich organisch – und genauso ist es vom Fondsmanagement gewollt!

4) Warum erwirtschaftet der ETF750 keine Mehrerträge über Wertpapierleihe?

Die Grundprämisse des ETF750 ist Sicherheit. Wer bei einem Finanzmarktinvestment aktiv nach Absicherung sucht, der hat in der Regel auch Bedenken hinsichtlich der Finanzmarktstabilität in Krisenzeiten. Wir haben uns daher dazu entschieden, keine Wertpapierleihe zu betreiben, so dass auch in Zeiten von Finanzmarktturbulenzen sichergestellt ist, dass alle Wertpapiere des ETF750 physisch im Fondsvermögen vorhanden sind. Besonders institutionelle Anleger begrüßen diese Vorgehensweise explizit.

5) Wieso verwendet das Fondsmanagement Optionen und keine Optionsscheine?

Am Ende des Tages sind Optionsscheine Inhaberschuldverschreibungen, die dem Anleger das Auszahlungsprofil einer Option verbriefen. Da Privatanleger zumeist regelmäßig keinen Zugang zu den Terminmärkten haben, stellen Optionsscheine ein probates Mittel dar, um auch als Privatperson Optionsstrategien nutzen zu können. Da wir als Fondsmanagement des ETF750 jedoch direkten Zugang zu den größten Terminbörsen der Welt haben, bietet sich der Einsatz von Optionen aufgrund folgender Vorteile an:

• Kein Emittenten-/Ausfallrisiko

• Keine Abhängigkeit von der Preisstellung des Anbieters

• Maximale Handelszeiten

• Größere Volumen als im Optionsscheinhandel

6) Wie erfolgt die Aktienauswahl des ETF750?

Die Aktienauswahl des ETF750 wird nicht von einem Computermodell, sondern von einem darauf spezialisierten Team unter der Leitung von Dr. Andreas Neumann durchgeführt. Im Gegensatz zu der Absicherungsstrategie werden hier strenge Auswahlkriterien in einem mehrstufigen Prozess angewendet. Das Team von Herrn Dr. Neumann verwaltet bereits seit Jahren mehrere Milliarden Euro von vorwiegend institutionelle Anlegern. Der Auswahlprozess für den ETF750 wird dabei regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

7) Wie wird das Rebalancing des ETF durchgeführt?

Kann bei Sondersituationen auch zwischen den Rebalancing-Terminen eine Anpassung erfolgen? Grundsätzlich findet das Rebalancing - also das Rücksetzen auf die Gleichgewichtung aller Aktien - vierteljährlich statt. Die unterdurchschnittliche Performance einer Aktie zwischen den Anpassungsterminen führt dabei nicht automatisch zu einem vorzeitigen Verkauf. Bei unerwarteten Sondersituationen kann das Fondsmanagement aber natürlich regulierend eingreifen. Ein Beispiel für ein solches Szenario wäre etwa, wenn sich vollkommen unerwartet die Insolvenz eines Unternehmens abzeichnet oder eine sehr gravierende Kursbewegung erfolgt, etwa bei einer Übernahme. Die Handlungsprämisse des Fondsmanagements ist dabei immer, die Interessen der Anteilseigner bestmöglich zu vertreten.

8) Wie wird die Ausschüttungshöhe beim ETF750 bestimmt?

Die Ausschüttungspolitik des ETF750 beinhaltet zwei Ausschüttungen, vor Weihnachten und im Frühsommer. Die Entscheidung bezüglich der Ausschüttungssumme wird dabei letztendlich diskretionär durch das Fondsmanagement getroffen. In 2017 wird der ETF750 voraussichtlich zu beiden Ausschüttungsterminen zwei Prozent des Fondsvolumens, in Summe also vier Prozent, ausschütten. Die Ausschüttungen speisen sich dabei aus Dividenden, Derivategewinnen sowie realisierten Kursgewinnen im Fonds. Sollten zu einem Ausschüttungstermin nicht genügend Erträge zur Ausschüttung zur Verfügung stehen, darf auch aus der Substanz ausgeschüttet werden (d.h. Aktien werden bewusst verkauft, um die Ausschüttung zu ermöglichen). Da der ETF750 als langfristige Vermögensanlage konzipiert ist, besteht das Ziel des Fondsmanagements darin, bei Anwendung eines professionellen Risikomanagements kontinuierliche Ausschüttungen zu erwirtschaften. Anleger, die nur Dividendenerträge vereinnahmen wollen und bereit sind, das Risiko des Aktienmarkts in vollem Umfang in Kauf zu nehmen, sollten unter Umständen eher in einen der zahlreich vorhandenen Dividendenfonds bzw. Dividenden-ETFs investieren.

9) Wieso steht die Absicherungsstrategie im Fokus des Blogs?

  Das Alleinstellungsmerkmal des ETF750 ist die aktive Absicherungsstrategie. Der Blog dient dabei überwiegend dem Zweck, den Anteilseignern diese Strategie so transparent wie möglich darzustellen. Zu den wichtigen Themen an den Finanzmärkten nehmen wir in der Sendung „ideastv“ (www.ideastv.de) sowie als Podcast im Format „ideas Radio“ Stellung. Die Kombination aus dem aktuellen fundamentalen Marktgeschehen sowie den oft erwähnten technischen Einflussfaktoren spielen im Fondsmanagement des ETF750 eine entscheidende Rolle.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

 

DAX Index
Stand: 14.9.2017 9:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Fast spiegelbildlich zur Absicherungsstruktur Europa (siehe Eintrag gestern) ... steht nun auch die Absicherungsstruktur für die deutschen Aktien im ETF750. Wir haben per März 2018 DAX Absicherungsoptionen an der Eurex an Bord ... die ab dem Indexniveau von 12.500 Punkten greifen. Verkürzt haben wir die Absicherungsstrecke durch den Verkauf von März 2018 DAX Absicherungsoptionen auf dem Indexniveau von 11.200 Zählern. Daraus ergibt sich die im Chart oben eingezeichnete Absicherungsstrecke von 1.300 Indexpunkten.

Im Chart schön zu erkennen ist der übergeordnete Aufwärtstrend im DAX und das Allzeithoch bei 12.400 Indexpunkten aus dem Jahr 2015. Neben der 200-Tage-Durchschnittslinie (bei circa 12.107 Indexpunkten) sind diese Marken sehr wichtig! Abgesichert sind circa 50 Prozent des Marktwerts der deutschen Aktien. Da die Optionen aber erst im März 2018 abgerechnet werden, ... schneidet diese Position zurzeit nur circa 0,14 Prozent der positiven Entwicklung des DAX ab. Die Absicherungskosten liegen bei maximal circa 1,3 Prozent für diese Kern-Absicherungsposition. Dabei bleibt es aber nicht – wir werden versuchen, bis zum Verfall im März 2018 durch zusätzliche Positionen diese Kosten noch zu senken.

EURO STOXX 50 Index
Stand: 13.9.2017 18:45 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Unsere neue Kern-Absicherungsposition für die europäischen Aktien ist aufgebaut! Im Chart oben sehen Sie die neue Absicherungszone ... die Optionsposition sichert die Strecke von 3.500 Indexpunkten bis 3.000 Indexpunkte im EURO STOXX 50 Index ab. Diese Optionsstruktur verfällt am 16. März 2018 ... diesen Termin habe ich im Schaubild gesondert dargestellt.

Wegen der unverändert positiven Markteinschätzung bleiben wir bei der Absicherungsstrategie „light“, daher sind nur circa 50% des Marktwerts der europäischen Aktien abgesichert. Durch die geringere Anzahl und durch die Verkürzung der Absicherungsstrecke können wir die Kosten für die Absicherung erheblich verringern. Trotzdem kostet diese Absicherung circa 1,5% des Marktwerts der europäischen Aktien über den Zeitraum von einem halben Jahr. Wir werden durch weitere Optionspositionen versuchen, in einem positiven Marktumfeld diese Kosten weiter zu reduzieren. Sollte es jedoch zu einem unerwarteten Börseneinbruch kommen, haben wir eine tragfähige Kern-Absicherungsposition an Bord.

Im Chart oben erkennen Sie, wie der EURO STOXX 50 die 200-Tage-Linie getestet hat ... sie aber nicht durchbrechen konnte ... und nun wieder auf das Niveau der 100-Tage-Linie zurückgeklettert ist. Insgesamt sieht das nach wie vor sehr nach einer normalen technischen Konsolidierung aus ... mit anschließender Fortsetzung des Trends! Warum überhaupt absichern? Bitte werfen Sie einen Blick auf die Jahre 2015 und 2016 … und was dort nach den Erholungsphasen passierte!

Leider wurde der ETF750 im Juli 2016 aufgelegt und seither kannte der Markt bis auf die letzten Monate nur eine Richtung: hoch! Und das kann erst einmal so weiter gehen! Wir müssen also vorsichtig sein, denn die Kombination aus einem sehr defensiven Aktienportfolio und einer kostenintensiven Absicherungsposition führt zu einer geringeren Performance bei steigenden Kursen ... und dies sieht im Vergleich zu allen anderen Aktieninvestments sehr unattraktiv aus. Obwohl man wegen all den Unsicherheitsfaktoren zwar gerne abgesichert sein will, möchte man aber gefühlt bei steigenden Märkten dafür NICHTS ausgegeben haben ... vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum es bis jetzt kein Konkurrenzprodukt am Markt gibt.

Die effektive Absicherungsquote per heute Abend für die europäischen Aktien liegt bei niedrigen 17% ... denn die oben beschriebenen 50% würden wir erst beim Optionsverfall mit Termin März 2017 erreichen. Oder anders ausgedrückt: Steigen morgen die Aktien im ETF750 um 1% und der EURO STOXX 50 auch um 1%, dann verlieren wir durch die Optionsposition theoretisch 0,17% ... und hätten nur ein Plus von 0,83%. Und spiegelbildlich sieht es dann bei minus 1% aus ... aber dieses Mal zu Gunsten des ETF750!!

Up and away!

11.09.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 11.9.2017 17:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Als wäre nichts gewesen ... hat heute der europäische Aktienmarkt Fahrt nach oben aufgenommen. Wir hatten heute im ETF750 richtig viel zu tun. Durch den doch überraschend starken Start in die Woche konnten/mussten wir unsere verkauften September-Optionen (siehe Blog unten) fast alle schon vorzeitig schließen. Wir richten jetzt die Absicherungsposition „light“ neu aus ... und ich werde hier bald die neue Position präsentieren.

In unserem Fondsmanagement-System werden heute Bewertungsgewinne von circa 350.000 Euro, also circa 1%, ausgewiesen - bei einem Plus im STOXX 600 von 1,02% und im S&P 500 von 0,82% ist das ein sehr guter Wert! Auf der Absicherungsposition haben wir dagegen Bewertungsverluste von rund 0,28%. Dies entspricht genau unseren Erwartungen und auch den Absicherungsquoten, die weiter unten im Blog immer wieder erwähnt wurden. Heute Abend werden wir durch den gestiegenen Markt und den veränderten Optionspositionen übrigens nur noch eine Absicherungsquote von ungefähr 23% haben.

 An unserer Markteinschätzung hat sich nichts geändert. Wir sind nun wieder an den 100-Tage-Durchschnittslinien und könnten bald wieder in die Region der Allzeithochs kommen. Es geht anscheinend erstmal auf- bzw. seitwärts. Wir müssen uns weiter darauf konzentrieren, eine Absicherungsposition an Bord zu haben, die uns bei steigenden Märkten nicht zu viel kostet ... aber bei einem plötzlichen Markteinbruch sofort als Basisabsicherung zur Verfügung steht ... denn: Trotz vieler Marktrisiken und mahnender Crash-Propheten sind die Aktienmärkte zurzeit in guter Verfassung … das zeigt der heutige Tag!

EURO STOXX 50 Index
Stand: 7.9.2017 15:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Das sieht heute schon ganz gut aus! Der EURO STOXX 50 hat es fast geschafft seinen kurzfristigen Abwärtstrend zu verlassen! Für den ETF750 bedeutet dies übergeordnet, dass der langfristige Aufwärtstrend noch intakt ist ... und wir uns in einer erwarteten Seitwärtskonsolidierung befinden … und wir nun gute Chancen haben, uns im Bereich 3.400 bis 3.650 Indexpunkten in den nächsten Wochen aufzuhalten. Daher sind wir im Rahmen unserer Absicherungsstrategie „light“ nur sehr geringfügig abgesichert und mit einer Optionsstrategie, die bei steigenden Kursen die Absicherung senkt und bei fallenden sie automatisch erhöht. Zurzeit sind wir im EURO STOXX 50 zum Beispiel nur zu circa 23% abgesichert! Durch den Verkauf von Optionen verkürzen wir die Absicherungsstrecke und finanzieren damit zum Teil die Absicherungsstruktur. Viele dieser verkauften Optionen verfallen am Freitag in acht Tagen ... und verlieren in den nächsten Tagen sehr schnell an Wert, ... da die entsprechenden Basispreise weit weg vom heutigen Marktniveau sind. Daher heißt es, das kommende Wochenende abzuwarten, ... um diese attraktiven Zusatzerträge durch den Zeitwertverfall einzunehmen!

Stabilisierung

05.09.2017
DAX Index
Stand: 5.9.2017 15:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Im Gegensatz zum EURO STOXX 50 (der immer noch im kurzfristigen Abwärtstrend ist) hat sich die technische Lage im DAX klar stabilisiert. Die rot eingezeichnete 200-Tage-Durchschnittslinie wurde nur an einem Tag verletzt und der deutsche Leitindex ist seit Ende Juli nicht mehr gefallen.

Im ETF750 finden heute Aufräumarbeiten bei den verkauften September Put Optionen statt. Mit nur noch circa anderthalb Wochen Restlaufzeit sinken die Prämien in diesen Optionen jetzt sehr schnell! Für den ETF750 bedeutet dies zurzeit rechnerische Zusatzeinnahmen aus dem Zeitwertverfall der Optionen von fast 2.000,- Euro pro Tag. Die unmittelbare Absicherungsquote liegt immer noch bei circa 28%. 

Wertentwicklung der 25 USA-Titel im ETF750 Basisportfolio vs. DAX-Indexentwicklung
Quelle: Commerzbank Asset Management, Bloomberg
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Da 25 der 100 Aktien des Aktienbasisportfolios aus dem amerikanischen Aktienindex S&P 500 stammen, sind deren Performancebeitrag sowie die Währungsentwicklung durchaus signifikant für die Gesamtperformance des ETF750 (über die 75 europäischen Aktien berichteten wir in der letzten Woche). Auch bei den amerikanischen Werten erfolgte am 30.8.2017 der vierteljährliche Qualitätscheck.

Nach Auswertung der Input-Parameter für die quantitative Aktienselektion sehen wir die größte Veränderung im Bereich der Industriewerte. Diese können mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 2,12% (Durchschnitt aller Branchen: 2,57%) und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,73 (Durchschnitt aller Branchen: 21,53) nicht mehr positiv genug hervorstechen, um es in die Endauswahl der 25 von 500 US-Aktienwerten des S&P 500 zu schaffen (Top 5%). Bei den konkreten Verkäufen Boeing (Aufnahme in die Selektion am 22.2.2017 zu 174,8 US-Dollar; Verkauf am 30.8.2017 zu 240,77 US-Dollar) war speziell das Kurs-Gewinn-Verhältnis von nunmehr 24,02 relativ gesehen zu hoch. General Electric wurde aufgrund des Momentum-Kriteriums (wir deselektieren Aktien mit konstant negativer Wertentwicklung) aus dem Aktienbasisportfolio genommen. Da General Electric aktuell mit einer Dividendenrendite von 4,03% aber ansonsten positiv hervorsticht, könnte es sein, dass die quantitative Aktienselektion bei der nächsten Überprüfung Ende November 2017 diese Aktie wieder erwirbt. Jedoch muss zuvor der Boden gefunden worden sein.

Die zweitgrößte Veränderung sehen wir im Bereich der Gebrauchsgüter. Hier nehmen wir zwei neue Aktien in das Portfolio auf. Besonders positiv im Sektorenvergleich ist die Volatilität der Gebrauchsgüter-Branche von 9,69%, welches der zweitniedrigste Wert ist mit Blick auf die Volatilität der einzelnen Sektoren.

Konstant gehalten wurden beispielsweise die Branchen Telekommunikation und Banken. Während die Aktien Verizon und AT&T aus dem Telekommunikationssektor mit attraktiven Dividendenrenditen (4,92% bzw. 5,31%) aufwarten, zeigen Banken aktuell mit einer Volatilität von 18,70% den höchsten Wert aller Branchen und werden aus diesem Grunde deselektiert.

Der Chart oben vergleicht die Wertentwicklung der US-Aktien im ETF750 Aktienbasisportfolio gegenüber der Wertentwicklung des DAX Index. Da wir den US-Dollar ja prinzipiell nicht absichern, haben sich die Aktien durch die starke Abschwächung des US-Dollars in diesem Jahr nicht positiv entwickelt. Und dieser negative Beitrag schlägt natürlich auch zu circa einem Viertel auf die Wertentwicklung des ETF750 in diesem Jahr durch! Das kann sich aber schnell wieder ändern. Insgesamt tragen die 25 amerikanischen Aktien klar dazu bei, den Fonds stärker zu diversifizieren … aber das heißt auch, dass sie sich mal anders entwickeln und auch einen negativen Beitrag leisten können. Darauf verzichten würde ich deswegen aber zurzeit nicht! Sowohl der US-Dollar als auch der amerikanische Aktienmarkt haben sich in den letzten zehn Jahren wesentlich besser entwickelt als die Euro-Aktienmärkte.

Die neue Auswahl an amerikanischen Aktien finden Sie hier (unter "Downloads")!

EURO STOXX 50 Index (17:00)*
Quelle: Bloomberg
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Zum Ende der Woche sind wir beim EURO STOXX 50 Index am oberen Ende des Kanals angekommen.  Die schnelle Erholung des Marktes nach dem Durchbruch der kritischen technischen Marken - rund um die 200 Tage Durchschnittslinien -  bestätigt unsere Absicherungsstrategie „light“. Wir haben daher heute unsere letzten Freitag zusätzlich gekauften Optionen alle wieder verkauft, da die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Börseneinbruch stark gefallen ist. Der Auf- und Abbau dieser zusätzlichen Absicherung hat in der Summe fast nichts gekostet und es hat mir wieder einmal gezeigt … dass jeder Börseneinbruch einzigartig ist und gesondert beurteilt werden muss .. und auch der Einsatz der Absicherungsinstrumente sich durchaus unterscheiden kann… also zusammengefasst ein situativ angepasstes aktives Management Sinn macht.  

Diese Woche wurde ich gefragt, ob eine simple „Stopp-Loss-Strategie“ nicht sinnvoller wäre, als kompliziert mit Optionen zu arbeiten? Ich denke nicht! Beim DAX z.B. hätte man bestimmt als Marke die 12.000 Indexpunkte genommen, z.B. 11.950. Dort wäre dann am vergangenen Freitag auch alles verkauft worden. Nur am Montag haben wir über 12.000 wieder den Handel begonnen. Um sicher zu sein, hätte man als Marke für den Wiedereintritt in den Markt sicherlich mindestens 12.050 als Marke gewählt. Und ja ... dort wäre man dann wieder eingestiegen. Nur wäre das kostenlos gewesen? Ich denke nicht!  100 Dax Indexpunkte oder knapp unter 1% hätte man am Ende im Verhältnis zum Nichtstun verloren. Und das ist nicht wenig heutzutage! Das ist sehr viel! Wann ist diese Variante der Absicherung also ungünstig: wenn zu oft in Folge wieder eingestiegen werden muss. Diese Strategie funktioniert perfekt.. wenn der Markt die Stopp-Marke auslöst und danach einfach nur konsequent weiterfällt. Die andere viel gravierendere Schwäche dieser Strategie ist m.E. der fehlende Schutz über Nacht. Oft findet die Ursache für eine starke Marktkorrektur über Nacht statt… und bei der ersten Handelsmöglichkeit ist der Markt schon z.B. 5% gefallen. Dann wird der Stopp natürlich ausgeführt.. und wenn man Pech hat.. erholt sich der Markt bis Tagesende.. wann soll man dann in dieser Situation eigentlich wieder einsteigen?  

Wir haben heute übrigens wegen der Höhe der Kasseposition Aktien nachkaufen müssen. Das Fondsvolumen ist inzwischen auf knapp  €35 mill. Gestiegen ... was uns sehr freut!  

Ich hoffe nun wirklich, dass in diesem Blog nächste Woche der kurzfristige Abwärtstrend Geschichte ist ... und wünsche Ihnen jetzt ein schönes Wochenende!

EURO STOXX 50 Index (17:00)*
Quelle: Bloomberg
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Zum Ende der Woche sind wir beim EURO STOXX 50 Index am oberen Ende des Kanals angekommen.  Die schnelle Erholung des Marktes nach dem Durchbruch der kritischen technischen Marken - rund um die 200 Tage Durchschnittslinien -  bestätigt unsere Absicherungsstrategie „light“. Wir haben daher heute unsere letzten Freitag zusätzlich gekauften Optionen alle wieder verkauft, da die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Börseneinbruch stark gefallen ist. Der Auf- und Abbau dieser zusätzlichen Absicherung hat in der Summe fast nichts gekostet und es hat mir wieder einmal gezeigt … dass jeder Börseneinbruch einzigartig ist und gesondert beurteilt werden muss .. und auch der Einsatz der Absicherungsinstrumente sich durchaus unterscheiden kann… also zusammengefasst ein situativ angepasstes aktives Management Sinn macht.  

Diese Woche wurde ich gefragt, ob eine simple „Stopp-Loss-Strategie“ nicht sinnvoller wäre, als kompliziert mit Optionen zu arbeiten? Ich denke nicht! Beim DAX z.B. hätte man bestimmt als Marke die 12.000 Indexpunkte genommen, z.B. 11.950. Dort wäre dann am vergangenen Freitag auch alles verkauft worden. Nur am Montag haben wir über 12.000 wieder den Handel begonnen. Um sicher zu sein, hätte man als Marke für den Wiedereintritt in den Markt sicherlich mindestens 12.050 als Marke gewählt. Und ja ... dort wäre man dann wieder eingestiegen. Nur wäre das kostenlos gewesen? Ich denke nicht!  100 Dax Indexpunkte oder knapp unter 1% hätte man am Ende im Verhältnis zum Nichtstun verloren. Und das ist nicht wenig heutzutage! Das ist sehr viel! Wann ist diese Variante der Absicherung also ungünstig: wenn zu oft in Folge wieder eingestiegen werden muss. Diese Strategie funktioniert perfekt.. wenn der Markt die Stopp-Marke auslöst und danach einfach nur konsequent weiterfällt. Die andere viel gravierendere Schwäche dieser Strategie ist m.E. der fehlende Schutz über Nacht. Oft findet die Ursache für eine starke Marktkorrektur über Nacht statt… und bei der ersten Handelsmöglichkeit ist der Markt schon z.B. 5% gefallen. Dann wird der Stopp natürlich ausgeführt.. und wenn man Pech hat.. erholt sich der Markt bis Tagesende.. wann soll man dann in dieser Situation eigentlich wieder einsteigen?  

Wir haben heute übrigens wegen der Höhe der Kasseposition Aktien nachkaufen müssen. Das Fondsvolumen ist inzwischen auf knapp  €35 mill. Gestiegen ... was uns sehr freut!  

Ich hoffe nun wirklich, dass in diesem Blog nächste Woche der kurzfristige Abwärtstrend Geschichte ist ... und wünsche Ihnen jetzt ein schönes Wochenende!

Vergleich Aktien Europa im ETF750 (ca 75% des Aktienportfolios) gegen den Stoxx 600 Index*
Stand: 31.8.2017 17:30 Uhr

Heute erspare ich Ihnen die Grafik mit dem intakten Abwärtstrend ... denn viel geändert hat sich nicht! Trotz intaktem Abwärtstrend ist die Rückeroberung der 200-Tage-Durchschnittslinien im DAX und EURO STOXX 50 aber erst einmal positiv zu werten!  

Gestern fand die vierteljährliche Anpassung des Aktienbasis-Portfolios im ETF750 statt. Die Auswahl der Aktien folgt dabei einem Selektionsmodell auf Basis fest vorgelegter Kennzahlen (u.a. Bewertung, Volatilität, Dividendenrendite).Es ist jedes Mal durchaus interessant zu sehen, welche Veränderungen sich ergeben, wenn das Modell zu Ende gerechnet hat: Gewinner sind dieses Mal die europäischen Versicherer! Diese Werte glänzen zurzeit mit einer Dividendenrendite von 4,98% und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,78. Da die durchschnittliche Dividendenrendite der EURO STOXX Branchen bei 3,36% liegt und das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 15,74 wurde der Versicherungssektor höher gewichtet: Neben der Allianz Aktie ist nun auch der französische Versicherer Axa (Dividendenrendite: 5,02%, Kurs-/Gewinn-Verhältnis: 9,93) im ETF750 allokiert.  

Bei den Industriewerten und Gebrauchsgütern ergaben sich auf Sektor-Ebene kaum Änderungen. Trotzdem gab es Anpassungsbedarf: So wurde z.B. Lufthansa wegen des hohen Volatilitätswerts von 29,78% verkauft (Durchschnitts-Volatilität der Industrie-Branche11,64%, Mittelwert alle Branchen: 15,32%). Im Bereich der Gebrauchsgüter ist in Daimler investiert worden, die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,72 und einer Dividendenrendite von 5,31% den quantitativen Qualitätscheck bestanden hat.   

Die größten Verkäufe auf Sektor-Ebene haben wir im Bereich der REITs getätigt. Zwar ist in diesem Sektor die Dividendenrendite mit 4,25% sicherlich attraktiv, aber die Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis) liegt mit 19,06 eindeutig über dem Durchschnitt aller Branchen (15,74)! Der Chart oben zeigt die Wertentwicklung der europäischen Aktien im ETF750 seit Jahresanfang. Nicht im Chart enthalten sind die amerikanischen Aktien ... diesen Chart schauen wir uns noch mal getrennt an ... denn dort hat der stark abgewertete US-Dollar seine Spuren hinterlassen. Die neue Aktienauswahl finden Sie morgen unter Downloads hier

EURO STOXX 50
Stand: 30.8.2017 17:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Auch der heutige Tag an der Börse bestätigt den kurzfristigen Abwärtstrend. Nachdem der US-Dollar über Nacht die 1,20 USD/EUR Marke nicht halten konnte … und die Wall Street ohne größere Abschläge schloss, war der Weg frei für eine Erholung. Und schon sind wir wieder genau an der 200-Tage-Durchschnittslinie und haben alle Chancen, den Tag gestern als Ausrutscher zu werten. Es war also richtig, gestern die Absicherung nicht weiter zu erhöhen. Trotz der deutlich verbesserten Lage hat es der EURO STOXX 50 aber (noch) nicht geschafft, den Abwärtstrend nach oben zu verlassen. Solange dies nicht passiert ... gibt es leider keine Entwarnung.

EURO STOXX 50
Stand: 29.8.2017 15:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Auch heute ist der kurzfristige Abwärtstrend des EURO STOXX 50 intakt. Heute Morgen wurde auch die 200 Tage Durchschnittslinie im Index durchbrochen und das ist kein gutes technisches Zeichen. Da wir uns schon im Vorfeld auf diese Möglichkeit vorbereitet haben, hat der ETF750 heute nicht so viel verloren, wie die bekannten Indizes. Heute Morgen lag die reine Aktienposition knapp 1% im Minus … der Fonds durch den Einfluss der Absicherungsposition nur 0,71%. Da die Position per Dezember 2017 läuft, können sich die Gewinne aus der Absicherung noch ziemlich erhöhen.

Absolut auffällig ist die nicht richtig steigende implizite Volatilität der Optionspreise … auf Deutsch: Trotz einer sich dramatisch verschlechternden technischen Verfassung des Markts steigen die Absicherungspreise nicht wirklich. Der Markt scheint also nicht mit Schlimmerem zu rechnen!

Für das Management des ETF750 ist das aber irrelevant. Wir haben sowohl im DAX als auch im EURO STOXX 50 heute Nachmittag verhältnismäßig günstig Optionen mit Laufzeit März 2018 gekauft. Wir nutzen die günstigen Optionspreise und bereiten uns auf weitere Bewegungen am Markt vor. Diese neuen Positionen ändern zunächst einmal nichts an der Exponierung, da wir Optionen sowohl auf steigende (Calls) als auch auf fallende Indexstände (Puts) gekauft haben … und diese sich zunächst einmal gegenseitig in der Wirkung aufheben. Sollte der Markt sich aber vom jetzigen Niveau wieder weg entfernen, wird diese neue Position zunehmend an Bedeutung gewinnen und dann eine gute Grundlage bieten, die Absicherung insgesamt im Fonds zu verbessern. Genau damit rechnen wir! Die bestehende, im Blog mehrfach beschriebene Grundabsicherung haben wir heute nicht verändert. Ich interpretiere den heutigen Marktverlauf als klare Warnung, aber noch nicht als Trendumkehr … zurzeit ist eine weitere negative Entwicklung möglich, aber ebenso gut eine schnelle Erholung ... erst recht, wenn der amerikanische Aktienmarkt seine Stärke beibehält!

EURO STOXX 50
Stand: 28.8.2017 11:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Zum Wochenanfang geht es zunächst einmal wieder runter. Als Begründung wird der starke Euro angeführt … und es stimmt, der US-Dollar schwächte seit Jahresanfang um gut 13,5% gegenüber dem Euro ab! Rein technisch betrachtet bleibt der europäische Aktienmarkt aber einfach weiter im kurzfristigen Abwärtstrend.

Bremsen dürfte den EURO STOXX 50 die 200 Tage Durchschnittslinie bei 3.405 Indexpunkten (rot eingezeichnet). Die grün eingezeichnete Absicherungszone (unterhalb von 3.500 Indexpunkten) ist für den weiteren Verbleib des Markts im Trendkanal maßgeschneidert und es gibt daher auch keinen Anpassungsbedarf. Lediglich beim Neukauf von Aktien für die in den letzten Tagen angestiegene Kasse-Position (ca. 1,3% des Fondsvolumens) halten wir uns noch zurück. Die Absicherungsquote auf den gesamten Fonds liegt zurzeit bei 28% und das macht sich an Tagen wie diesen bemerkbar. So werden heute Morgen über die Hälfte der Kursverluste aus den Aktienpositionen durch Gewinne in den Terminmarktpositionen kompensiert. Dabei spielen auch die generell gestiegenen Preise für Absicherungsoptionen eine Rolle. Sollte der Markt weiter fallen, wird sich die Absicherungsquote durch die Optionsstruktur weiter erhöhen.

Stand: 25.08.2017 09:45 Uhr
Weitere Informationen unter www.ideastv.de

Zum Wochenende würde ich gerne meine Gedanken zum Thema „Benchmark“ beim ETF750 mit Ihnen teilen:

In der klassischen Fondswelt werden Indizes wie der DAX als „Benchmark“ (Maßstab) gewählt .. um zu beurteilen, wie gut das Fondsmanagement ist. Interessierte Anleger, die auf den ETF750 stoßen denken sich dann schnell.. der Maßstab ist bestimmt ein Dividendenindex… da der Fonds ja in Aktien mit attraktiven Dividenden investiert? Leider ist das falsch. Die richtige Benchmark wäre ein Dividendenindex mit aktiver Absicherungsstrategie… und diesen Index gibt es nicht… es gibt m. E. noch nicht mal einen anderen Fonds dieser Art in ganz Europa. Ist der Fonds also nicht messbar? Weit gefehlt!

Nehmen wir das existierende Absicherungsprodukt in einer Zertifikatshülle mit der WKN CB1TVS. Seit einer Dekade managen wir dieses Produkt nach den gleichen Prinzipien wie den ETF750. Beide Produkte haben zur Zeit z.B. fast die identische Exponierung zum Markt. Damals haben wir – ziemlich mutig – als Benchmark einen Index gewählt… der jeweils hälftig aus DAX und dem Euro Stoxx 50 Performance (mit eingerechneten Dividenden) besteht. Dies war viel zu sportlich und auch nicht ganz richtig.. da das Zertifikat nie mehr als zu 90% in diese Indizes investiert sein darf! Also wie sollen wir dann in einem langfristig steigenden Markt eine bessere Performance abliefern? Wir wollten damals zeigen .. dass man mit dem geschickten Einsatz von Derivaten die Märkte schlagen kann… also haben wir „die Märkte“ als Messlatte gewählt.. wohlgemerkt inkl. reinvestierte Dividenden.

Die Tabelle oben zeigt .. dass dies uns eindeutig gelungen ist… obwohl es nach der blanken Kapitalmarkttheorie gar nicht passieren darf: es ist in diesem Produkt ein besseres Ergebnis erzielt worden – bei einem deutlich geringen Risiko – als hätte man die Vergleichsindizes z.B. als ETF direkt gehalten. Ich höre jetzt schon die mahnende Stimmen… das war einmaliges Glück (über viele Jahre).. und wird sich nicht wiederholen.. langfristig kann man die Märkte nicht schlagen! Wäre ich nicht vom Gegenteil überzeugt.. gäbe es keinen ETF750! :-)

Fairerweise muss ich Ihnen aber auch sagen.. wann diese Strategie nicht funktionieren kann! Wenn die Aktienmärkte immer nur kontinuierlich steigen.. wird es keine Chance geben für den ETF750 eine Outperformance zu generieren. Sie sehen das auch recht gut in den starken Aufwärtsjahren. Wenn Sie also an weiter stetig stark steigende Aktienmärkte ohne Rückschlagsrisiko glauben.. investieren Sie bitte in einen anderen Fonds .. der Ihnen immer die volle Exponierung zum Markt garantiert!

Doch selbst wenn es zu einer deutlichen Korrektur kommt.. hat der ETF750 nicht immer optimale Karten.. z.B. wenn der Markt morgen früh 20% tiefer eröffnet ohne je dazwischen gehandelt zu haben. Wir werden dann zwar weniger verloren haben als andere Fonds.. aber eben nur auf der Teilabsicherung.. die wir im Rahmen unserer jetzigen Markteinschätzung an Bord haben. Sofern ein Abwärtstrend früh erkennbar ist und wir auch in den Märkten handeln können .. haben wir jedoch gute Chancen rechtzeitig viel Absicherung an Bord zu haben und damit können wir eine klare Outperformance erzielen.

Letztendlich sehen wir uns als Piloten .. deren Job es ist.. den Flug so sicher und zielführend für die Passagiere durchzuführen wie möglich. Die wichtigsten Tugenden hierbei sind strikte Disziplin, schnelle Entscheidungsfähigkeit und letztendlich auch eine schnelle Umsetzung. Das entspricht leider nicht dem Bild des Börsenpropheten.. der Kraft seines Genies Entwicklungen an der Börse vorhersagen möchte.

Dieser Blog ist mein Angebot an Sie .. hinter die Kulissen zu schauen.. damit wir Ihre Erwartungen richtig erfüllen können.. aber auch.. damit Sie sich rechtzeitig abwenden können.. wenn Sie entdecken… dass Sie eigentlich ein ganz anderes Investment suchen.

Zum Ende nun noch die Antwort auf die Frage der Messbarkeit. Dahinter steckt ja eigentlich die Frage.. was kann da für mich rauskommen? Da die Zukunft ungewiss ist.. gibt es leider darauf keine Antwort. Die Vergleichstabelle oben gibt jedoch ein gutes Gefühl für die Entwicklung der Strategie in guten, schlechten und neutralen Börsenjahre.Sehr gut erkennbar sind die Stärken und Schwächen der Strategie und auch wozu sie am Ende führen kann. Berücksichtigen müssen Sie beim Vergleich… das wir beim ETF750 zweimal im Jahr ausschütten .. und das wir in 100 ausgewählte Aktien als Grundinvestment investieren und nicht in Indexzertifikate eines Emittenten. Unsere Absicherungsstrategie wird direkt an den Terminbörsen durchgeführt (was uns mehr Flexibilität gibt) und wir haben auch eine höhere Kostenstruktur im Fonds. Am Ende ist unser einziges Ziel mit den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten und Informationen ein im Verhältnis zum eingegangen Risiko möglichst gutes Anlageergebnis zu erzielen… nicht mehr.. .aber auch nicht weniger.

Das war mal ein vielleicht etwas zu lang geschriebener Wochenendgedanke.. trotzdem.. schönes Wochenende! :-)

Intakt

24.08.2017
EURO STOXX 50
Stand: 24.08.2017 15:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Der aktuelle EURO STOXX 50 Chart zeigt den intakten kurzfristigen Abwärtstrend .. der seine Aggressivität aber deutlich abgelegt hat. Bisher hat der Verkaufsdruck noch nicht einmal ausgereicht die 200 Tage Durchschnittslinie richtig zu testen (rote Linie). Zu stark sind die übergeordneten positiven Kräfte des mittelfristigen technischen Aufwärtstrends und der lockeren Geldpolitik der EZB.

Ebenfalls eingezeichnet ist die Absicherungsstrecke .. die wir im ETF750 zur Teilabsicherung zur Zeit im Einsatz haben. Zum Jahresende sind damit ca. 55% der europäischen ‚Aktien abgesichert.. zur Zeit wirkt sich die Position im Fonds mit einem Absicherungsprozentsatz von ca. 28% aus. Rot eingezeichnet ist der nahende September Verfall, an dem die Optionen verfallen.. die zur Zeit unsere Absicherungsstrecke verkürzen. Sie tragen zur Zeit entscheidend dazu bei die Absicherungskosten so niedrig wie möglich zu halten.

Spannend

23.08.2017
DAX Index
Stand: 23.8.2017 10:08 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de.

Im Chart oben sehen Sie, dass heute ein spannender Tag für den DAX ist. Es geht darum, den kurzfristigen Abwärtstrend zu knacken. Auch eingezeichnet ist unsere Absicherungsposition ... die aus Dezember EUREX DAX Put Optionen mit Basispreis 12.400 besteht. Zur Teilfinanzierung haben wir EUREX DAX Put Optionen mit September Verfall verkauft und dadurch die Absicherungsstrecke bis zum September Verfall verkürzt (verkürzte Absicherungsstrecke grün eingezeichnet, der EUREX Verfall am 15. September ist mit einem roten Balken markiert).

Im Rahmen der Absicherungsstrategie „light" haben wir zurzeit nur ca. 20% unserer deutschen Aktienpositionen abgesichert. Dadurch profitieren wir von weiter steigenden Kursen und halten die Absicherungskosten begrenzt. Diese Quote wird im Rahmen der Strategie laufend angepasst.

Visualisierung

22.08.2017
EURO STOXX 50 Index
Stand: 22.8.2017 11:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Im Blog gestern habe ich über unsere Kernabsicherungsposition für die europäischen Aktien innerhalb der Absicherungsstrategie „light“ gesprochen. Es ist wichtig, sich diese Position einmal in einem Chart anzuschauen, um ein Gefühl für die Indexstrecken im Zeitablauf zu bekommen. Die im Chart eingezeichnete grüne Zone ist die Absicherungsstrecke. Sie besteht aus Dezember EUREX Optionen mit Basispreis 3.500, die circa 50% des Marktwerts der europäischen Aktien per Optionsverfall absichern. Wie gestern beschrieben, haben wir dagegen September EUREX Optionen verkauft, welche die Absicherungstrecke per September Verfall in circa 4,5 Wochen beschränken. Der eingezeichnete kurzfristige Abwärtstrend würde, sofern der Index ihn überhaupt weiter verfolgt, erst am Jahresende das Indexniveau erreichen, an dem die Absicherungsstrecke endet. Durch die Begrenzung der Absicherungsstrecke werden die Kosten für die Absicherung insgesamt gesenkt ... und dies führt bei einem positiv verlaufenden Aktienmarkt zu einem geringeren Performanceverlust.

 

Im Chart deutlich zu erkennen sind die 200 Tage Durchschnittslinie (rot) und die 100 Tage Durchschnittslinie (grün), zwischen denen der EURO STOXX 50 zurzeit pendelt.

Game Change

21.08.2017
VIX Index
Stand: 21.8.2017 11:15 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Die Woche beginnt nicht so harmlos, wie sie aussieht. Als ich mir die Optionspreisstruktur heute Morgen angeguckt habe, musste ich feststellen, dass es ein „game change“ gibt: Die rosa-rote Welt der Unbeschwerlichkeit mit niedrigsten Absicherungspreisen wurde durch ein gemischtes Bild von teilweise deutlich angezogenen Optionspreisen abgelöst. Während sich die Call-Optionen (die auf steigende Kurse setzen) weiterhin auf einem aus meiner Sicht sehr niedrigen Niveau befinden, sind die Absicherungsoptionen mit September Verfall deutlich angestiegen. Dabei findet man bei den gleichen Optionen mit Dezember Verfall eher wieder günstigere Optionen, was lange nicht der Fall war. Es besteht also offenbar ein höherer Bedarf nach kurzfristiger Absicherung, denn der September Verfall ist schon am 15. September, also in ca. 4,5 Wochen. Wir reagieren im ETF750 auf diese neue Marktstruktur, indem wir unsere verkaufte Dezember EURO STOXX 50 Optionen mit Basispreis 2.950 Optionen in September 3.100 Indexoptionen tauschen. Wir verkürzen die Laufzeit und erzielen wegen der verhältnismäßig höheren September Optionspreise ein bessere Kostenstruktur. Dabei geht es immer darum, unsere bestehende Kern-Absicherungsposition in Dezember EURO STOXX 50 Optionen mit Basis 3.500 optimal zu finanzieren.

Rein technisch ist die erhöhte Nachfrage nachvollziehbar. Dass der EURO STOXX 50 Index in der letzten Woche über die 200 Tage Durchschnittslinie bei 3.500 steigt, ist leider nicht eingetreten. Daher folgt er nun weiter seinem kurzfristigen Abwärtstrend. Nächster Stopp nach unten wäre die 100 Tage Durchschnittslinie bei knapp unter 3.400. Wir bleiben bei unserer Absicherungsstrategie „light“ und sind auf dem jetzigen Marktniveau mit ca. 25% abgesichert … mit Absicherungspositionen, die bei einem weiter sinkenden Markt und mit abnehmender Restlaufzeit automatisch noch stärker absichern. Eine generelle Trendumkehr des mittelfristigen positiven Börsenumfelds sehe ich zurzeit (noch) nicht.

Liefert Trump?

18.08.2017
S&P 500 Index
Stand: 18.8.2017 17:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Die Wall Street ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Aktienmärkte. Das Wechselwetter an schlechten und guten Nachrichten hält den amerikanischen Aktienmarkt schon seit vielen Monaten in einem unglaublichen Gleichgewicht. Er scheint jedoch an Stärke und Momentum verloren zu haben … und technisch war diese Woche auch nicht gerade hilfreich. Wir berücksichtigen dies beim ETF750, indem wir frühzeitig Call Optionen auf den S&P 500 verkauft haben, um unsere Absicherungsoptionen mitzufinanzieren. Die amerikanischen Aktienmärkte sind fundamental höher bewertet als die europäischen und leben zum großen Teil von der Fantasie der Reformpläne des neuen US-Präsidenten. Dieser steht unter Druck, jetzt auch einmal zu liefern ... und genau dies passiert zurzeit nicht! Trotz all dieser Gedanken ist der S&P 500 technisch in einer viel besseren Verfassung als die europäischen Aktien, die mitten in einer Korrektur sind. Wir halten den Index fest im Blick, denn ein Bruch des langfristigen Aufwärtstrends im S&P 500 Chart oben würde nichts Gutes für die europäischen Aktien bedeuten!

Schönes Wochenende!

EURO STOXX 50 Index
Stand: 16.8.2017 14:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Wir befinden uns wieder dort, wo ich mich schon vor einen paar Tagen gefragt habe, ob der Euro Stoxx 50 die Kraft hat die 100 Tage Linie und die Marke von 3.500 Indexpunkten nach oben nachhaltig zu durchbrechen? Genau an dieser Marke befindet sich ja unsere Kern Absicherungsposition für die europäischen Aktien. Der kurzfristige Ausflug an den unteren Rand des Trendkanals und an die 200 Tage Durchschnittslinie hat sicherlich die Chancen erhöht wieder Fahrt in Richtung der Jahreshochs aufzunehmen.

Im Fondsmanagement gibt es zur Zeit keinen Anpassungsbedarf, lediglich Routinearbeiten stehen an. Durch den erneuten starken Einbruch der Preise für Optionen an den Terminbörsen, besteht die Möglichkeit kurzfristig verkaufte Optionen zur Teilfinanzierung unserer Kern Absicherungspositionen zurückzukaufen, um sie anschließend mit längerer Laufzeit wieder zu verkaufen. Ein Beispiel dafür sind verkaufte DAX-Puts mit Basispreis 11.700, die am kommenden Freitag verfallen.

STOXX 600 Index
Stand: 15.8.2017 11:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Die Grundlage der „Absicherungsstrategie light“ ist die Annahme, dass wir uns in den europäischen Aktienmärkten in einem mittelfristigen Aufwärtstrend befinden. Diesen habe ich in den STOXX 600 Chart oben einmal eingezeichnet. Sofern er intakt bleibt, darf die untere Trendlinie nicht verletzt werden… das wäre heute bei einem Indexstand von ca. 365 Indexpunkten der Fall.

Beim ETF750 werden 75% der Aktien aus dem Universum des STOXX 600 Index ausgewählt. Insofern ist der Trend dieses Index sehr wichtig und bestimmt zusammen mit den fundamentalen Kerndaten der Eurozone (die im Moment recht positiv sind) die Absicherungsstrategie. Mit dem ETF750 wollen wir in einem solchen Aufwärtstrend zu rund 75% profitieren, daher dürfen wir nicht voll absichern! Heute sind ziemlich auch ziemlich genau 25% der Exponierung der europäischen Aktien durch EURO STOXX 50 Put Optionen abgesichert. Da die Optionen mit Basispreis 3.500 bis Dezember 2017 laufen, werden sie erst Ende des Jahres ihre volle Wirkung entfalten (können). Wären wir heute am Abrechnungstag der Optionen im Dezember, wären übrigens 56% der Exponierung abgesichert… also durchaus nicht wenig! Gerade die Ereignisse der letzten Woche zeigen, wie schnell Märkte vollkommen unerwartet fallen können ... und oft kann man erst überhaupt reagieren, wenn der Kurssturz schon geschehen ist! Daher halten wir die oben beschriebene Grundabsicherung auch in einem positiven Börsenumfeld an Bord!

Aber warum nutzen wir dazu Optionen? Optionen sind zurzeit verhältnismäßig billig und sie behindern auf dem Weg nach oben in einem intakten Aufwärtstrend am wenigsten die Teilnahme an der positiven Entwicklung des Markts. Natürlich verursacht auch diese „light“ Position Kosten! Wir versuchen, diese Kosten durch das Verkaufen von kurzfristigeren Put Optionen auf niedrigeren Niveaus bestmöglich zu kompensieren oder sogar zu überkompensieren. Damit verkleinern wir den potenziellen Gewinn bei einer starken Abwärtsbewegung, aber genau die erwarten wir ja nicht, da wir uns ja im oben dargestellten mittelfristigen Aufwärtstrend befinden.

Wird sich diese Strategie einmal ändern? Natürlich, denn der Aktienmarkt hat ja gerade in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass er immer wieder stark korrigieren oder auch mal sehr lange sich seitwärts bewegen kann. Wenn wir dies beobachten, werden wir auch die Absicherungsstrategie sehr schnell ändern. Das habe ich in den letzten zehn Jahren beim Management des sicherheitsorientierten Zertifikat recht hart lernen müssen. :-) Aber gerade aus dieser Erfahrung ist für mich klar geworden: Es gibt kein regelbasiertes Modell für eine perfekt Absicherung ... die Thematik ist so vielschichtig und komplex, dass nur ein aktiver Ansatz eine Chance hat. Das dies auch langfristig signifikant outperformen kann, zeigt der Track Rekord des Zertifikats. Das aber auch bei dieser Strategie es immer wieder zu Hängepartien kommen kann, zeigt die Performance der letzten paar Monate.

EURO STOXX 50 Index
Stand: 14.8.2017
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Natürlich freuen wir uns über die Erholung der Märkte. Schaut man sich den EURO STOXX 50 Chart oben an.. so ist die 200-Tage-Durchschnittslinie und das Niveau von 3.400 Indexpunkten erfolgreich verteidigt worden und wir bewegen uns im Abwärtstrend wieder nach oben. Im ETF750 hatten wir am Freitag und heute Morgen nur wenig zu tun. Die Absicherungsquote beträgt zurzeit in Europa ca. 27%.. für die deutschen Aktien ca. 27% und für die amerikanischen Aktien ca. 31% - und ich sehe wenig Notwendigkeit, dies kurzfristig zu ändern. Mit der Umkehr heute wurde die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der kurzfristige Abwärtstrend an den Aktienmärkten als normale technische Korrektur einzustufen ist .. und wir uns mittelfristig keine Sorgen machen müssen. Trotzdem halten wir eine Grundabsicherung an Bord. Diese wurde letzte Woche schon mal richtig getestet… und sie hat durchaus positiv reagiert! Ansonsten gilt es in den nächsten Monaten die Absicherungskosten gering zu halten, da wir uns vermutlich immer noch eher in einem mittelfristigen Aufwärtstrend bewegen. Das gelingt durch den Verkauf von kurzfristigen Optionen.. die die Absicherungsstrecke zwar verkürzen .. aber bei einem stärkeren Abwärtstrend trotzdem in der Kombination mit den gekauften Absicherungsoptionen Absicherungsgewinne erzeugen.

Am Rande: ein bisschen mehr zu tun war bei den Schwesterprodukten ideasTV Zertifikat Chance und ideasTV Zertifikat Sicherheit. Dort werden Discount Zertifikate diese Woche fällig und wir „rollen“ sie zurzeit in den September.. sprich wir verkaufen die fällig werden August Discount-Zertifikate und kaufen neue September Discount-Zertifikate. Die Basispreise dieser Discount-Zertifikate liegen bei 3.400 Indexpunkten im EURO STOXX 50 und bei 12.200 Indexpunkten im DAX.. beide Marken sind sehr nah.. was gut ist, denn wir kriegen dann beim „Rollen“ besonders viel „Seitwärtsprämie“.

Performance-Vergleich 11.08.2017 14:00 Uhr
*Quelle: Commerzbank Asset Management; Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Der ETF750 ist fast vollständig in 100 verschiedene Aktien investiert. Der regelbasierte Selektions- und Überprüfungsprozess (der ausführlich in den Unterlagen zum Fonds unter www.ideastv.de beschrieben wird) selektiert ein breit diversifiziertes, defensives Portfolio.

In der obigen Grafik überprüfen wir, ob das Portfolio bei fallenden Märkten auch resistenter gegen Kursverluste ist als die bekannten Marktbarometer, deren Derivate wir ja auch zur Teilabsicherung der Aktien nutzen: Gelbe Linie: Outperformance der 60 Aktien aus dem Euroraum vs. EURO STOXX 50 Index Orangefarbene Linie: Outperformance der 15 europäischen Aktien außerhalb des Euroraums vs, STOXX 600 Index Grüne Linie: Outperformance der 25 amerikanischen Aktien vs. S&P 500

Die Linien oben zeigen jeweils eine Outperformance von zirka 1 Prozent in diesem Monat. Dies ist erfreulich und entspricht unseren Erwartungen! Schließlich hatten wir durchaus auch Phasen der schlechteren Performance in den langen Phasen des Anstiegs… also ist es nur logisch, dass sich dieser Effekt bei fallenden Märkten umkehrt! Es ist aber trotzdem gut zu wissen, dass der regelbasierte Auswahlprozess und die Diversifizierung auch im Grundportfolio ein bisschen Schutz bieten ... und genau dies müssen wir bei der Absicherungsstrategie immer wieder beachten!

Inzwischen hat sich der Markt etwas beruhigt ... und das ist auch gut so!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende :-)

Abwärts ...

11.08.2017
DAX Index
Stand: 11.8.2017 11:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Der DAX Chart oben zeigt, dass wir an einem wichtigen Punkt angekommen sind. Einerseits haben wir die rote 200-Tage-Linie erreicht, andererseits sind wir knapp unter der medialen 12.000 Indexmarke angelangt ... aber viel wichtiger ist: Wir sind am unteren Ende des eingezeichneten kurzfristigen Abwärtstrends. Außerdem haben wir bald 1.000 Indexpunkte seit dem Allzeithoch im Juni verloren … und 10% abwärts darf es schon mal gehen nach einem Anstieg von über 4.000 Indexpunkten seit Anfang 2016!

Im ETF750 profitieren wir weiter von unseren gekauften 12.400 Dezember DAX Puts. Die erste Beschränkung dieser Absicherungsposition durch verkaufte Put Optionen liegt bei 11.700 Indexpunkten und diese Optionen verfallen bereits am nächsten Freitag. Bis dahin heißt es stillhalten! Die Preise für Absicherungsoptionen sind stark gestiegen ... der unten im Blog immer wieder reflektierte Volatilitätsindex steht bei über 21! Dadurch ist der „Zeitwertverfall“ aller Absicherungspositionen auf über 2.000 Euro gestiegen.. das heißt, bleibt der Markt auf diesem Niveau einfach nur stehen, verdient der Fonds theoretisch an jedem Tag 2.000 Euro aus dem Verfall von Optionen. Zum ersten Mal seit Auflage des Fonds greift die Absicherungsstrategie. Da wir aber mit Optionen arbeiten, die erst im Dezember verfallen, wird sich die volle Schönheit dieser Position erst in den nächsten Wochen/ Monaten entfalten ... das war aber absehbar. Durch die Vorarbeit in den letzten Wochen brauchen wir heute nichts tun ... außer den Markt zu beobachten. Entscheidend wird der Verlauf der Wallstreet heute Abend sein und ob dieses Niveau insgesamt hält!

EURO STOXX 50 Index 10:06 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Eines ist inzwischen klar: Die schnelle Rückeroberung der 3.500-Indexpunkte-Marke im EURO STOXX 50 hat nicht funktioniert. Der Chart oben zeigt genau, wo wir gerade stehen. Die grüne 100-Tage-Linie konnte nicht mehr überschritten werden … die rote 200-Tage-Linie ist noch nicht erreicht. Der eingezeichnete kurzfristige Abwärtstrend ist intakt, hat jedoch an Dynamik verloren ... und das Ergebnis könnte der Übergang in den eingezeichneten Seitwärtstrend sein. Könnte!!.. muss aber nicht!! Im ETF750 sichern wir unsere europäischen Aktien mit EURO STOXX 50 Put Indexoptionen ab ... deswegen bespreche ich diesen Index oft ausführlich im Blog. Zurzeit haben wir Dezember EURO STOXX 50 Indexoptionen als Kern unserer Teilabsicherungsstrategie an Bord, mit Basispreis 3.500. Diese sichern rund 56% des heutigen Börsenwerts unserer europäischen Aktien ab. Zur Gegenfinanzierung haben wir Dezember 2.950 Put Indexoptionen, September 3.100 Put Indexoptionen und September 3.300 Indexoptionen verkauft. Diese im Fachjargon als „Put Spread“ bekannte Strategie passt sehr gut zur Absicherungsstrategie „light“, da sie sehr kosteneffizient ist … dafür werden aber auch nur Teilstrecken abgesichert ... alles hat nun einmal seinen Preis! In den letzten Tagen hat die Stimmungsverschlechterung an den Märkten diese Position wertvoller gemacht und einen stärkeren Rückgang des Fondswerts teilweise verhindert. Eine fast identisch strukturierte Position haben wir übrigens für die deutschen Aktien mit DAX Optionen an Bord: gegen gekaufte Dezember Put Optionen mit Basispreis 12.400 stehen Dezember Put Optionen mit Basispreis 10.200, September Put Optionen mit Basispreis 11.000 und August Put Optionen mit Basispreis 11.700. All diese Positionen werden an der europäischen Terminbörse Eurex gehandelt. Verbriefte Derivate werden im ETF750 grundsätzlich nicht eingesetzt. Insgesamt liegt die Absicherungsquote (marktbewertet) im Fonds zurzeit bei ca. 25%. Die oben beschriebenen Positionen führen automatisch zu einer Erhöhung der Absicherungsquote im Zeitverlauf und bei weiter sinkenden Aktienkursen. Der EURO STOXX 50 ist in einem Jahr ca. 30% oder 1.000 Indexpunkte gestiegen (ohne Berücksichtigung der Dividendenausschüttungen)! Wir befinden uns zurzeit ca. 6% unter den kürzlich erreichten Höchstständen und das ist im Rahmen einer technischen Konsolidierung des vorherigen sehr starken Aufwärtstrends vollkommen normal. Sollte daraus jedoch mehr werden, haben wir ein erstes Absicherungsfundament schon an Bord. Die wirkliche Kunst ist es, in dem wahrscheinlicheren Fall der Wiederaufnahme des Aufwärtstrends (im Nachhinein) möglichst wenig Geld für die beschriebene Teilabsicherung ausgegeben zu haben. 

VIX Index
Stand: 02.08.2017
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Oben abgebildet ist der Volatilitätsindex für Optionen an der europäischen Terminbörse. Wenn die Aktienmärkte stark korrigieren, wie z.B. im Jahr 2000, geht der Index auf fast 60 ... dann sind Absicherungsoptionen (fast) unbezahlbar ... im Gegenzug ist das Verkaufen von z.B. Call Optionen (womit man sich von Kursgewinnen ab einem gewissen Level abschneidet) sehr lukrativ! Zurzeit ist dieser Index auf einem historisch niedrigen Niveau ... d.h. der Kauf von Absicherungsoptionen ist sehr günstig und der Verkauf von Optionen -um Zusatzerträge zu generieren- bringt kaum etwas ein. Diese Information ist in mehrfacher Sicht wichtig für die Steuerung der Absicherungsstrategie im ETF750. Zunächst einmal muss man ja nicht mit Optionen absichern ... man könnte auch einfach Terminkontrakte verkaufen ... und das Marktrisiko ist vollständig abgesichert. Diese Strategie kommt zurzeit nicht in Betracht, da wir in intakten Aufwärtstrends sind und wir sehr viel Geld verlieren ... wenn die Märkte weiter steigen ... was sie ja seit Monaten tun! Konkret: DAX steigt um 7% ... wir verlieren 7% auf den Terminkontrakten ... und gleichzeitig schaffen es die eher defensiven deutschen Aktien im Fonds, im besten Fall 7% zu steigen ... unter dem Strich ein Nullsummenspiel! Ein so hartes Absicherungsinstrument behalten wir uns vor, wenn es ein ernstes Problem an den Märkten gibt ... und wir schnell und effektiv „ohne Wenn und Aber“ absichern müssen. Die niedrigen Optionspreise laden ein, sich mit Optionen einzudecken und suggerieren gleichzeitig, dass man sie gar nicht braucht!! Denn gerade wenn keiner erwartet., dass die Märkte unter Druck kommen könnten ... sind Absicherungsoptionen billig. Doch was kosten sie eigentlich?

Eine Dezember Absicherungsoption ab einem Niveau von 3.500 Indexpunkten im EURO STOXX 50 kostet knapp unter 4%, also im Jahr ca. 7-8%. Das ist immer noch sehr viel! Daher kaufen wir im Rahmen der Absicherungsstrategie „light“ nur ca. die Hälfte der Kontrakte, die wir eigentlich bräuchten und verkaufen gleichzeitig Optionen und verkürzen damit die Absicherungsstrecke… um am Ende im Falle stagnierender oder steigender Märkte weniger zu bezahlen. Wir passen uns also dem positiven Börsenumfeld an, um die Kosten der Absicherung möglichst gering zu halten. Ziel der Strategie ist es dann, in wirklich schlechten Marktphasen mit unseren Absicherungspositionen so viel extra zu verdienen, dass das Kosten für die Absicherungsstrategie light in positiven Marktphasen überkompensiert werden. Eine Garantie, dass uns dies gelingt, gibt es natürlich nicht ... aber einen Track Record für ein Produkt, bei dem wir diese Strategie schon sehr lange einsetzen: das ideasTV-Sicherheitsorientierte Zertifikat (WKN CB1TVS, zu finden auf www.ideastv.de)! Ich wünsche Ihnen ein ruhiges unvolatiles Wochenende!

DAX Index
Stand: 01.08.2017 16:50 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index im Marktüberblick unter www.ideastv.de

Vor ein paar Tagen hatte ich schon den Bereich von 12.400 Indexpunkten im DAX kommentiert. Diese Marke ist meines Erachtens technisch sehr relevant! Denn dort lag das alte Allzeithoch aus dem Jahre 2015 und dort befindet sich die 100-Tage-Durchschnittslinie (im Chart grün). Belastet von der Automobilkrise und dem starken Anstieg des Euros in den letzten Tagen war der DAX auf dem besten Weg zu seiner 200-Tage-Durchschnittslinie bei 11.800 Indexpunkten (im Chart rot). Er hat jedoch weit vorher gedreht. Der Chart oben zeigt recht beeindruckend, wie schwach der Abwärstdruck gestern war und wie magnetisch der Index wieder in Richtung 12.400 Indexpunkte strebt.

Den genauen Einfluss der Währung und die Belastung im Automobilsektor bespreche ich morgen in der ideasTV-Sendung mit Andreas Hürkamp bei ntv und unter www.ideastv.de. Das Fazit kann ich jetzt schon verrraten: Die momentane Indexschwäche wird sich vermutlich nicht langfristig durchsetzen können. :)

Beim ETF750 halten wir im DAX im Rahmen unserer Absicherungsstrategie light DAX Absicherungsoptionen mit Laufzeit Dezember 2017 mit dem Basispreis 12.400. Damit sichern wir ca. 40% des Gegenwerts an deutschen Aktien ab.. nur 40% .. nicht 100%.. das ist der Unterschied zwischen einer Absicherungsstrategie "light" oder "forte". Die Optionen haben wir an Bord falls der Markt es doch nicht schafft die 12.400 wieder zu erobern... dann wird er sich zwangsläufig unter dieser Marke aufhalten .. und dafür halten wir einen Teilschutz vor. Wir werden auch bei weiter steigendem DAX wieder mehr Call Optionen zur Gegenfinanzierung verkaufen.. aber dafür ist es noch zu früh.. denn man kriegt zur Zeit viel zu wenig Prämie für das Abschneiden des Marktpotentials! 

EUR/USD Kurs
Stand: 01.08.2017
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index. Zu finden in der Marktübersicht auf www.ideastv.de.

Der US-Dollar wertete in 2017 bisher um 12,42% gegenüber dem Euro ab. Als Gründe geben die Analysten den potenziellen Ausstieg der EZB aus der lockeren Geldpolitik, die politischen Verwirbelungen in Washington, das laxe Verhalten der FED und nicht zuletzt die technische Lage der Währung an.

Was bedeutet dies für den ETF750? Zunächst einmal belastet es die Performance in diesem Jahr! Ganz bewusst werden ja 25% des Fonds in amerikanischen Aktien in US-Dollar investiert. Hintergrund dieser am Jahresanfang stets neu festzulegenden Quote ist der gewünschte Diversifikationseffekt. In den letzten Jahren entwickelten sich die amerikanischen Aktien und die amerikanische Währung wesentlich besser als die europäischen - es lohnt sich also, nicht alles auf Europa zu setzen. Aber in diesem Jahr haben die Währungsverluste die Aktiengewinne überkompensiert und sich negativ auf die Wertentwicklung des ETF750 ausgewirkt. Dies ist auch bei allen anderen Fonds zu beobachten, die international in dividendenstarke Aktien investieren und daher naturgemäß eine hohe US-Dollar Exponierung haben.

Wenn Sie also auf einen starken Euro in den nächsten Jahren setzen, sollten Sie den ETF750 aus diesem Grund meiden! Ich rechne eher nicht damit und bevorzuge es, die Weltleitwährung und amerikanische Aktien im begrenzten Umfang an Bord zu haben! Zusätzlich muss man sich mit den Auswirkungen des starken Euro auch auf die exportabhängigen europäischen Aktien beschäftigen. Die morgige Sendung mit Andreas Hürkamp habe ich diesem Thema gewidmet (zu sehen auf www.ideastv.de). Er wird im Übrigen auch eine klare Aussage für den weiteren DAX Verlauf in diesem Jahr abgeben. Der Absicherungsgrad im ETF750 steigt automatisch durch die unten beschriebenen Optionspositionen bei fallenden Indexständen und liegt zurzeit bei 28%. Wir haben gestern noch einige kurzfristige Optionen zur Zeitwertfinanzierung verkauft. Unsere Absicherungspositionen können ihre Stärke laufzeitbeding (Dezember Verfall) und wegen der bei fallenden Indexständen nicht steigenden impliziten Volatilitäten nicht richtig zur Geltung bringen. Das kann sich jedoch schnell ändern und die kurzfristige technische Lage der Märkte erfordert es nach wie vor, eine grundsätzliche Absicherungsposition an Bord zu haben! Dazu aber morgen mehr.

STOXX 600 Index
Stand: 26.07.2017
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index. Zu finden in der Marktübersicht auf www.ideastv.de.

Aus dem STOXX 600 Universum werden die europäischen Aktien im ETF750 selektiert. Es lohnt sich, diesen Index mal mit ganz viel Abstand zu betrachten: Im Gegensatz zum amerikanischen Bruder S&P 500 hat der STOXX 600 in diesem Jahr kein neues Allzeithoch geschafft. Das macht ihn aber irgendwie interessant. Er befindet sich am oberen Ende einer sehr, sehr, sehr langen Seitwärtsbewegung … bei einem nachhaltigen Überschreiten der 400-Indexpunkte-Marke würde er ein starkes technisches Kaufsignal abgeben! Erfahrungsgemäß hat der Index dann relativ kurzfristig locker ein zusätzliches Potenzial von ca. 10%. Achim Matzke erklärt in der aktuellen ideasTV-Sendung zum Index, dass die hinterherhinkende Indexperformance u.a. von dem großen Anteil der britischen Aktien belastet wäre, die wegen der Brexit-Unsicherheit zurzeit ja eher bremsen. Sollte sich hier die Lage entspannen, könnten aber gerade diese Aktien zum Katalysator werden... wie auch immer ... mit viel Abstand betrachtet hat der Index sicherlich noch Potenzial nach oben! Für den ETF750 bedeutet dies, an der Absicherungsstrategie „light“ festzuhalten.. aber mit sehr viel Vorsicht beim Abschneiden der Kurschancen nach oben vorzugehen ... die Kurschancen sollte man nicht zu den zurzeit historisch niedrigen Prämien am Optionsmarkt zu unbedacht verkaufen!! ... denn der Preis dafür könnte hoch sein, wenn der Index sein „technisches Kaufsignal“ geliefert hat und anfängt, zu laufen!

Bis dahin hält aber die technische Konsolidierung an der Börse an. Die kurzfristigen Abwärtstrends der Indizes sind zum Wochenende noch intakt. Solange der DAX und der EURO STOXX 50 aber über ihren 200-Tage-Durchschnittslinien notieren, sollte man die Abkühlung an den Märkten nicht überdramatisieren. Gefühlt zum ersten Mal seit Auflage des ETF750 vor einem Jahr profitiert der Fonds von der Absicherungsstrategie. Die 12.400 Dezember-Put-Optionen im DAX und 3.500 Dezember-Put-Optionen im EURO STOXX 50 fangen an, ihre Wirkung zu entfalten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Euro Stoxx 50 Index
Stand: 26.07.2017 17:00 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index. Zu finden in der Marktübersicht auf www.ideastv.de.

Inzwischen haben sich der DAX und der EURO STOXX 50 wieder gut erholt und die impliziten Volatilitäten sind auch wieder gesunken. Angeführt u.a. von hohen Kursgewinnen bei den Banken und einer starken Wall Street, sind wir beim DAX wieder auf dem Weg zur 12.400 Punkte Marke und beim EURO STOXX 50 in der Nähe der 3.500 Punkte. Der Chart oben zeigt aber auch, dass der kurzfristige Abwärtstrend noch steht und die 100 Tage Durchschnittslinie (noch) nicht zurückerobert werden konnte. Im gleichen Chart unten finden Sie den MACD Indikator, den ich oft betrachte. Dieser gibt ein Gefühl dafür, wie weit eine Konsolidierung im Aufwärtstrend schon fortgeschritten ist. Dieser Indikator signalisiert mir heute, dass es gute Chancen gibt, den kurzfristigen Abwärtstrend bald zu brechen, um anschließend einen neuen Test der Jahreshochs vorzubereiten.

Im ETF750 war heute nicht viel zu tun. Wir warten auf höhere Marktniveaus, bevor wir wieder Call Optionen verkaufen werden. Der Fonds ist fast vollständig investiert. Die Absicherungsquote "light" liegt immer noch bei niedrigen ca. 25 Prozent.

Übrigens: Heute Abend nimmt unser Chart Experte Achim Matzke im ideasTV (ab 18:52 auf N-TV live und auf YouTube) zur technischen Lage an den Aktienmärkten Stellung. Schauen Sie doch mal rein, es lohnt sich! :)

DAX Index
Stand: 25.07.2017 10:40 Uhr
Quelle: Bloomberg
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Aus aktuellem Anlass und auch um das Übergewicht der eher "Derivate lastigen" Blogs der letzten Tage zu reduzieren, ein paar wichtige Sätze zu den DAX-Automobilaktien:

Dieser Sektor* ist entscheidend für den DAX! Er macht 43 Prozent des Umsatzes aller DAX Konzerne aus und trägt 33 Prozent zum erwarteten DAX-Nachsteuergewinn bei. Laut aktuellen Markterwartungen sollen die vier Autoaktien mit 8,6 Mrd. Euro 26 Prozent der für das Geschäfstjahr 2017 erwarteten DAX-Dividenden zahlen. Der Anteil des Autosektors an der Marktkapitalisierung liegt dagegen "nur" noch bei 14 Prozent. Zum einen bezahlt der Markt nur noch das Achtfache für die erwarteten DAX-Autogewinne (während der Rest des DAX ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 15 hat). Und zum anderen sind im DAX nur die VW-Vorzugsaktien enthalten- die VW-Stämme finden im DAX keine Berücksichtigung!

Was bedeutet dies für unsere Strategie im ETF750? Da wir mit DAX Terminkontrakten unsere deutschen Aktien absichern ist ein negativ Entwicklung des Index für den Fonds zunächst gewinnbringend. Fragt sich nur wie viele deutsche Automobil Aktien wir im Fonds haben? Zunächst einmal ist der Anteil pro Aktie im ETF750 auf ca. ein Prozent beschränkt. Also selbst wenn wir alle DAX Autoaktien an Bord hätten, wären es nicht 14 Prozent, sondern nur vier Prozent. Aber das Selektionsmodell hat sich bei der letzten Anpassung nur für BMW entschieden, und als einzige andere Autoaktie in Europa für Renault. Beide Aktien würden übrigens Stand heute beim nächsten Qualitäts-Check Ende August im Fonds bleiben. Das Modell berücksichtigt auch die niedrige Bewertung diese beiden Aktien und Renault hat sich in den letzten Wochen im Vergleich sehr gut geschlagen!

Der DAX erholt sich heute. Die impliziten Volatilitäten fallen wieder und entscheidend ist jetzt, ob der Aktienmarkt das Niveau um 12.400 Indexpunkte bzw. 3.500 Indexpunkten im Euro Stoxx 50 zurückerobern kann. Die Absicherungsquote liegt bei 26% und das "Thetha" - also der Gewinn oder Verlust durch den Zeitwertverfall von Optionsprämien-  ist heute morgen leicht positiv. 

*Quelle aller Daten zum Automobilsektor: Commerzbank Research (Andreas Hührkamp)

VIX Index
Stand: 24.07.2017
Quelle: Bloomberg
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Heute Morgen hatten wir viel zu tun. Da die Konsolidierung in Richtung der 200 Tage Durchschnittslinien sich fortsetzt, ist nun auch der professionelle Markt für Optionen angesprungen!

Zum ersten Mal seit langem steigen die impliziten Volatilitäten (Preise für Absicherung von Aktienpositionen) wieder kräftig. Das kann man gut an der Grafik oben erkennen. Was bedeutet das für den ETF750?

Zunächst habe ich mir heute Morgen die Unterschiede der Preise nach Laufzeit angeschaut. Und siehe da: die kurzlaufenden Optionen sind prozentual stärker gestiegen als die langfristigen! Wir haben daher einige unsere per Dezember 2017 verkauften Put Optionen (Basispreis 10.200 DAX und Basispreis 2.950 im Euro Stoxx 50) zurückgekauft und sie direkt mit Laufzeit September und einem etwas höheren Basispreis neu verkauft. Bei diesen verkauften Optionen, die ja gegen gekaufte Put Dezember Optionen mit viel höheren Basispreisen stehen (Basispreis 12.400 im DAX und Basispreis 3.500 im Euro Stoxx 50), ist es gut wenn sie möglichst schnell wertlos verfallen - denn wir nutzen sie teilweise als Gegenfinanzierung zu den gekauften Put Optionen. Daher bringt das opportune Tauschen gegen eine 3-monatige Laufzeit (mit viel schnellerem Verfall) eine höhere tägliche Einnahme durch den Zeitwertverfall der verkauften Optionen (ein höheres "Thetha"). Warum erzähle ich Ihnen das alles?

Nicht, um Sie zu verwirren! Eigentlich nur, um mit Ihnen zu teilen, was beim ETF750 an so einem Tag passiert. In der Gesamtsicht glaube ich immer noch, dass wir in der längst überfälligen technischen Korrektur sind - nicht mehr und nicht weniger! Es wird spannend sein, wie stabil sich der amerikanische Aktienmarkt in dieser Woche entwickeln wird.

Euro Stoxx 50 Index
Stand: 21.7.2017 16:20
Legende: rot gestrichelt: Absicherungsniveau 3.500; grün/rot: 100/200 Tage Durchschnittslinie
Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index. Zu finden in der Marktübersicht auf www.ideastv.de.

Ich hatte Ihnen ja schon ein schönes Wochenende gewünscht! Doch es war zu früh!

Der Aktienmarkt kam dann doch nach dem Juli Verfall ins Rutschen und auch die impliziten Volatilitäten sind inzwischen gestiegen. Zeit vor dem Wochenende noch unsere wichtigste europäische Absicherungsposition mit Euro Stoxx 50 Indexoptionen zu besprechen:

Kern der Strategie sind 300 Dezember Puts mit Basispreis 3.500. Im Chart oben sieht man das dort die 100 Tage Linie verläuft, und genau diese Marke konnte dann heute Mittag nicht gehalten werden. Die gekauften Optionen, die ab 3500 ca. 56% des Marktwerts der im Fonds befindlichen europäischen Aktien absichern, werden zum Teil mit 250 verkauften Dezember 2017 Put Optionen mit Basispreis 2.950 finanziert. Die Absicherungsstrecke verläuft also per Dezember zwischen 3.500 und 2.950 Indexpunkten und damit über ca. 15%. Inzwischen ist die Absicherungsquote für den Gesamtfonds übrigens auf ca. 25% gestiegen. Das bedeutet, dass falls die Aktien im Fonds 1% verlieren, die Teil-Absicherungsposition den Verlust auf ca. 0,75% begrenzen sollte - und dieses Verhältnis trifft auch in etwa auf den heutigen Tag zu!

DAX 12.400!

21.07.2017
DAX Index
Stand: 21.07.2017 11:00 Uhr
*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index. Zu finden in der Marktübersicht auf www.ideastv.de.

Heute ist Juli-Verfall der Optionen an der europäischen Terminbörse. Der Markt scheint sich auf das DAX Niveau von 12.400 und das EURO STOXX 50 Niveau von 3.500 Punkten zu einigen (als Abrechnungsstände). 12.400 Punkte im DAX ist nicht irgendein Indexstand - aus technischer Sicht liegt dort das alte Allzeithoch, das in diesem Jahr überwunden wurde, sowie die 100-Tage-Durchschnittslinie! Beides könnte dazu führen, dass das Niveau verteidigt wird. DAX Bären würden jetzt argumentieren, der Euro sei viel zu stark gestiegen und dies würde nachhaltig der deutschen Wirtschaft schaden. Diesem Argument kann man zwar folgen, aber man sollte auch berücksichtigen, dass die deutschen Exporte der letzten zwölf Monate im Mai drei Prozent über dem Vorjahr lagen - auf einem neuen Allzeithoch!

In der Absicherungsstrategie der deutschen Aktien im ETF750 findet diese Analyse die folgende Anwendung: Kern der Absicherung sind 30 Kontrakte DAX-Put-Optionen (Laufzeit Dezember 2017), die ca. 40 Prozent des Gegenwerts der im Fonds befindlichen deutschen Aktien absichern. Teilfinanziert werden sie durch 10 verkaufte August DAX-Put-Optionen Niveau 11.700 (200-Tage-Durchschnittslinie) und 20. Dezember DAX-Put-Optionen Niveau 10.200. Ebenfalls zur Teilfinanzierung dienen 10 verkaufte August-Call-Optionen Niveau 13.000. Sollte der Index wirklich innerhalb eines Monats wieder auf sein Allzeithoch bei knapp unter 13.000 Indexpunkten zurückkehren, würde mich das positiv überraschen. Zurückgekauft haben wir in den letzten Tagen alle lang laufenden DAX-Call-Optionen, da die implizite Volatilität auf Niedrigstniveau gefallen ist, und das weitere Festhalten an diesen Optionen nicht mehr sinnvoll erscheint. Die Marktteilnehmer scheinen sich einig, dass es in den nächsten Monaten sehr, sehr ruhig sein wird an den Aktienmärkten :) Der ETF750 geht somit ins Wochenende mit einer leicht niedrigeren Absicherungsquote von ca. 22 Prozent!

Übrigens, gerade eben wurde ein ausführliches ideasTV Radio-Interview mit Achim Matzke zur technischen Lage produziert und er ist mein Gast der nächsten Sendung am kommenden Mittwoch unter www.ideastv.de

Schönes Wochenende!

SXXP Index (STOXX 600)
Stand: 18.7.2017 11:00 Uhr
Quelle: Bloomberg.
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Heute geht es wieder weiter im Blog... und am besten ich fange dort an, wo ich aufgehört habe :)

Im letzten Blog deuteten sich die ersten technischen Schwächen an und wenn man sich den Verlauf des STOXX 600 seitdem anguckt, so ging es auch zunächst weiter runter, um anschließend wieder ziemlich genau auf das Ausgangsniveau zurückzukehren. In dieser Zeit hatten wir sehr gute Zuflüsse, die wir direkt in Aktien investiert haben. Der ETF750 hatte in dieser Zeit seinen ersten Geburtstag und ich freue mich über das aktuelle Fondsvolumen von über €31 Millionen! Wegen der anschließenden Erholung sind die impliziten Volatilitäten wieder gesunken (das ist ein Indikator für die Preisniveaus von Optionen an den Terminbörsen) und wir kaufen inzwischen fast wertlos gewordene verkaufte Optionen (mit denen wir unsere Absicherung zum großen Teil finanzieren) weiter systematisch zurück. Es sieht jetzt doch eher nach einem ruhigen Sommer aus. Negative und positive Einflussfaktoren kompensieren sich zur Zeit gegenseitig, sodass in der Summe nicht viel passiert.

Zusammengefasst ist das nichts Ungewöhnliches. Wir hatten ein sehr starkes erstes Halbjahr an den europäischen und amerikanischen Börsen. Das Tempo nach oben war sehr hoch - jetzt im Sommer geht es zum Ausgleich erst einmal seitwärts. Zurzeit liegt die Absicherungsquote bei zirka 28% und der Fonds ist zu 99,2% in Aktien investiert. Die Absicherungsposition kostet zur Zeit rund €180 pro Tag - das wären hochgerechnet auf das Jahr €65.700 - und bezogen auf das aktuelle Fondsvolumen von €31,27 Millionen würden wir für ein ganzes Jahr 0,21% ausgeben - wahrlich eine "Absicherungsstruktur light", an der wir wegen der guten technischen Verfassung der Märkte erst einmal festhalten.

Vorsicht...

28.06.2017
SXXP Index
Stand: 28.6.2017 16:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Unten im Blog finden Sie Charts zum STOXX 600 und Nasdaq 100... damals hatte ich geschrieben, dass der Nasdaq 100 ein Katalysator sein kann... nun ist er aus dem Aufwärtstrend nach unten herausgefallen... und vergleichen Sie bitte den Chart des STOXX 600 vom letzten Blog mit dem heutigen (s. oben):

Die technische Verschlechterung ist unübersehbar. Heute Nachmittag habe ich im regulären Interview (wird heute Abend noch eingestellt) zum ETF750 erklärt, wie wir z.B. die europäischen Anteile im Fonds absichern. Die Absicherungsquote liegt inzwischen bei fast 35% ... während wir weiter unsere durch Abverkäufe immer wieder ansteigenden Kassepositionen so schnell wie möglich in das Aktienportfolio investieren. Heute Abend in der Sendung gehen wir auf die EZB Geldpolitik ein, die ja heute an den Märkten ein Thema ist. Schauen Sie doch mal rein unter www.ideastv.de! :-)

Technisch hat sich die Lage zum ersten Mal dieses Jahr sichtlich verschlechtert... das war aber zu erwarten... und mit einem Crash rechnen wir nicht! Wir haben das niedrige Volatilitätsniveau genutzt, um Optionen zu kaufen und sind zur Zeit deutlich mehr abgesichert als im Schnitt der letzten Monate.

P.S. Leider muss es technisch bedingt eine Sommerpause in diesem Blog geben! Es geht aber (versprochen) spätestens am 18. Juli wie gewohnt weiter!

 

 

SXXP Index
Datum: 23.6.2017 17:30 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Der STOXX Europe 600 P Index umfasst ja das Universum, aus dem die 75 europäischen Aktien im ETF750 alle 3 Monate neu selektiert werden. Es lohnt sich also, diesen Index zu analysieren!

Betrachtet man den Chart näher, fällt auf, dass die Dynamik zurzeit etwas nachgelassen hat. In unserem Fachchinesisch bezeichnen wir das gerne als "bröckeln". Wird der eingezeichnete Trendkanal nach unten verlassen, gehen wir vermutlich in eine Seitwärtsbewegung. Das Allzeithoch bei diesem Index liegt übrigens bei ca. 416 Indexpunkten und ist gar nicht so weit weg!

Das ist alles also kein Grund, von der Absicherungsstrategie "light" Abstand zu nehmen, aber man sollte diesen Chart im Blick haben - jeden Tag!

Schönes Wochenende!

DAX-Kursindex
Stand: 22.06.2017 17:14 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Ja der DAX ist vor ein paar Tagen auf einem Allzeithoch gewesen und die amerikanischen Indizes auch - also S&P 500 und Dow Jones Index - aber stimmt diese Aussage tatsächlich? Nein, sie ist eigentlich irreführend!

Denn S&P 500 und Dow Jones Index sind Kursindizes. Berücksichtigen also nicht die Dividenden und der DAX, den wir aus der Presse kennen, ist ein "Performance"-Index, also inklusive Dividenden! Ein fairer Vergleich wäre, den S&P 500, Dow Jones Index mit dem DAX Kursindex zu vergleichen. Und der ist oben abgebildet. Nur der ist gar nicht auf einem Allzeithoch! Der ist noch darunter! Was bedeutet das?

Die amerikanischen Aktien haben sich in den letzten Jahren massiv besser entwickelt als die deutschen Titel! Diese haben gegenüber den amerikanischen Aktien deutliches "Aufholpotenzial", stehen aber technisch auch genau jetzt an einer Marke, die schwierig zu überwinden ist.

Im Rahmen unserer Absicherungsstrategie "light" sind die deutschen Aktien im ETF750 zur Zeit nur zu knapp 28% abgesichert. Damit glauben wir grundsätzlich an eine weiter positive Aktienstimmung, haben aber schon einen Fuß in der Tür, falls ein Börsengewitter uns im Sommer überrascht!

Es wird eng...

21.06.2017
Euro Stoxx 50 Index
Stand: 21.06.2017 17:40 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Einen der Charts, den wir immer wieder betrachten, ist dieser langfristige Chart des Euro Stoxx 50 Index. Deutlich zu erkennen ist der seit ca. 17 Jahre bestehende Abwärtstrend. Die Zusammensetzung des Index und die im Vergleich zum DAX fehlende Reinvestition der Dividenden sind dafür verantwortlich. Wird der Abwärtstrend nach oben durchbrochen, dürfte der Index beschleunigen. Sollte er an der Linie abprallen, könnte es auch zu einer Korrektur kommen. So oder so bahnt sich eine Entscheidung an. Gleiches gilt für den großen Bruder, den Stoxx Europa 600. Ein Grund, warum wir uns auf ein bisschen mehr Bewegung am europäischen Aktienmarkt im Sommer einstellen.

Euro Stoxx 50 Index
Stand: 19.06.2017 16:30 Uhr
Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Während der DAX versucht ein neues Allzeithoch über 12.900 Indexpunkte zu erreichen, erholen sich heute die amerikanischen und europäischen Aktienmärkte. Was zunächst als ernster Versuch einer Korrektur gewertet werden konnte, ist also wieder revidiert worden – zumindest vorerst.

Der oben abgebildete Euro Stoxx 50 Index, der ja Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt, hat auch heute stark gedreht. Wir haben heute die Exponierung des ET750 wieder auf knapp 72% erhöht, bzw. die Teilabsicherung auf ca. 28% gesenkt. Wir haben dazu weiter Optionen an den Terminmärkten gekauft, da diese zurzeit sehr günstig einzukaufen sind. Zum ersten Mal seit einer sehr langen Zeit drehte das sogenannte Vega (also die Sensitivität der Fonds gegen steigende implizite Volatilitäten) auf einen positiven Wert. Wir fühlen uns recht wohl mit dieser Position, da wir uns gut vorstellen können, dass der Sommer mehr Bewegung an den Märkten bringen wird, als vielleicht erwartet. Diese kann sowohl trendverlängernd nach oben oder eine technische Korrektur nach unten sein. Gute Begründungen gibt es leider für beide Seiten.

Übrigens: allein die letzten 3 Handelstage waren trotz eines Feiertags in Deutschland alles andere als "bewegungslos" :-)

Wir haben heute den aufgelaufenen Kassebestand in Aktien investiert und dadurch eine Quote von 99,5% im Aktienportfolio hergestellt. Aufgrund der technischen Gesamtlage (u.a. neue Allzeithochs bei Dow Jones und DAX) fühlen wir uns mit der aktuellen Aktienallokation sehr gut aufgestellt.

Wie ich Ihnen bereits am Montag berichtete, zahlten wir €2,20 pro Anteilsschein an Sie als Anleger des Fonds aus. Alle Details zur Fondsausschüttung liegen an dieser Stelle für Sie bereit.

Kein Absturz!

12.06.2017
Nasdaq 100 Index 12.06.2017 14:40 Uhr
Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Der heutige Absturz des ETF750 an den Börsen ist in der Ausschüttung von €2,20 pro Anteil begründet. Da das Geld ja heute aus dem Fonds bezahlt wurde, ist jetzt jeder Fondsanteil weniger wert. Das ist also ein Kursrücksetzer mit Ansage gewesen! Ganz anders beim Nasdaq 100 Index. Der ist am Freitag abgestürzt. Am Ende der Börsensitzung konnte er sich noch leicht erholen.

Es ist das erste technische Zeichen an den amerikanischen Börsen dafür, dass der Sommer vielleicht nicht so ruhig wird. Der Index lag alleine in diesem Jahr bis zu 20 Prozent im Plus. Das war doppelt so viel, wie beim S&P 500 oder beim DAX. Nun hat er an einem Tag 2,4% verloren. Ganz behutsam erhöhen wir zurzeit die Absicherung im ETF750. Wir kaufen weiter Optionen und haben die Absicherungsquote auf über 30% ausgedehnt. "Behutsam", weil der Chart oben zeigt, dass die Trends noch intakt und z.B. die 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien noch weit entfernt sind.

Die Juni-Ausschüttung steht jetzt endgültig fest: Der ETF750 wird am 12. Juni (Valuta 14. Juni) brutto 2,20 Euro pro Anteilsschein ausschütten! Die nächste Ausschüttung wird vor Weihnachten erfolgen und es ist unser Ziel, einen ähnlich hohen Betrag auszuschütten.

In der heutigen ideasTV-Sendung haben wir über die Sektorveränderungen und die niedrige Volatilität gesprochen. Schauen Sie doch mal rein :-).

Wir haben heute auch noch einmal Optionen nachgekauft.. vorwiegend Absicherungsoptionen im EURO STOXX 50, Basis 3.500, Verfall Dezember 2017. Zurzeit ist die Aufwärtsdynamik leicht verloren gegangen, aber die Trends sind alle noch intakt ... bei keinem Index sind wir auch nur in der Nähe der 200-Tage-Durchschnittslinie. Die Exponierung zum Markt liegt im Fonds leicht über 70%, die Absicherungsquote haben wir wieder leicht in Richtung 30% angehoben.

Wir stellen uns auf einen weiter ruhigen Marktverlauf ein, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren!

Der DAX verabschiedet sich mit einem neuen Allzeithoch ins lange Wochenende! Gleichzeitig ist die implizite Volatilität gestiegen. Unser Käufe von Optionen in der letzten Woche und Anfang dieser Woche waren also zunächst vom Timing her optimal. Wir hatten in den letzten Tagen auch eine für den Fonds sehr hohe Exponierung von über 75%, d.h. die Absicherungsquote war unter 25% und dadurch hat sich der Fonds auch zuletzt erfreulich entwickelt… Neben dem ersten Geburtstag des ETF750 steht auch die Juni-Ausschüttung bevor. Diese wurde heute bereits festgelegt… und wir werden - wenn alles klappt - am 12. Juni mit Valuta 14. Juni ausschütten. Die Ausschüttungsquote wird etwa 2% sein …. die genauen Daten folgen in Kürze hier auf der Webseite (unter „Download“ bei der ComStage Alpha Dividende Plus Übersichtsseite). Die Ausschüttungen vor den Sommerferien und vor Weihnachten sind ein wichtiger Bestandteil des Konzepts! Und kennen Sie schon die neue Aktienauswahl? Falls nicht… auch diese finden Sie bei den Fondsdetails unter Downloads („Aktienübersicht Mai 2017“): 100 interessante Aktien …

Ich wünsche Ihnen schöne Pfingsttage!

Rebalancing!

30.05.2017

Alle drei Monate werden die Aktien im ETF750 nach strengen Regeln eines quantitativen Modells überprüft und ggfs. ausgetauscht. Heute werden die neuen Aktien in den Fonds gekauft und die alten verkauft.

In der Eurozone kommt es zu einer Reduzierung der Gewichtung in Finanzwerten um rund 12%. Wir realisieren bspw. Gewinne von 31% in Credit Agricole und 27% in BNP. Außerhalb der Eurozone erhöhen wir die Gewichtung in Verbrauchsgütern. Frisch in den Fonds kommt bspw. die Supermarktkette WM Morrison Supermarkets.

In den USA reduzieren wir die Gewichtung in Versorgern um rund 12%. Seit dem letzten Rebalancing hatten sich Versorger deutlich besser als der S&P 500 geschlagen. Die Höhe der erwarteten Dividendenrendite (vor Steuern) steigt von 4,10% auf 4,19%. Alle Aktien werden wieder mit maximal 1% gewichtet und die neue Fondszusammensetzung finden Sie in den nächsten Tagen auf dieser Webseite bei den Fondsdetails.

Für die Absicherungsstrategie "light" nutzten wir die historisch niedrigen Einkaufspreise für Absicherungsoptionen, um zusätzlich Optionen eher an den Markträndern zu kaufen (z.B DAX 13.600 Dezember Calls oder 9.500 Dezember Puts). Dadurch ist unsere Seitwärtsrendite auf ca. €630 pro Tag gefallen.

Die meisten Marktteilnehmer versprachen sich von 2017 viel Volatilität (Bewegung) und noch moderat steigende Märkte. Das Gegenteil ist passiert! Die Börsen sind bei nur geringer Volatilität unerwartet stark nach oben geklettert. Den immer wieder ersehnten Rücksetzer hat es nicht gegeben. Nun geht man wohl von einem bewegungslosen Sommer aus. Mal sehen, ob das wirklich so sein wird. :-)

Deutsche Börse VDAX-New Volatiliy Index
*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index.

Unsere Absicherungsquote liegt zurzeit bei 28,7% und der Fonds ist fast vollständig in Aktien investiert. Nächste Woche findet der quartalsweise Qualitäts-Check der 100 Aktien statt (ich werde berichten). Wir bleiben also unserer "Absicherungsstrategie light" treu!

Im ETF750 sichern wir aktuell mit Index-Optionen auf den DAX, den Euro Stoxx 50 oder den S&P 500 Index ab. Die Positionen werden proportional passend zu den deutschen, europäischen und amerikanischen Aktien im Fonds aufgebaut. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich diese Aktien gar nicht 100% synchron, also mit einer "Korrelation" von 1 mit dem jeweiligen Index bewegen. Bei den europäischen Aktien liegt die Korrelation mit ca. 0,88 recht hoch, bei den amerikanischen Aktien mit ca. 0,58 zum S&P 500 jedoch viel niedriger.

Berücksichtigt wird dies, indem wir die zugehörigen Positionen unterschiedlich dosieren. Zusätzlich zu berücksichtigen ist die unterschiedliche Wertentwicklung der Indizes untereinander und die unterschiedlichen Preise für Absicherungsoptionen. All das wird laufend beobachtet und die Positionen bei Bedarf angepasst. Ist die Korrelation generell gering, ist es gefährlich, eine zu große Position einzugehen. In dieser Situation ist nicht gewährleistet, dass die Optionsposition überhaupt absichert, wenn die Aktien im Fonds sinken. Um die Kosten gering zu halten, müssen wir auch laufend den Preis für die unterschiedlichen Optionen im Blick haben. Der VDAX Index gibt uns hier täglich eine schnelle Einschätzung. Je tiefer er steht, umso günstiger die Optionen - und umgekehrt.

Wir hatten letzte Woche schon den Preisverfall in dieser Woche antizipiert (siehe Blog unten) und nutzten das günstige Preisniveau, um Optionen günstig zuzukaufen. Dadurch ist die tägliche positive rechnerische Seitwärtsrendite (im Fachchinesisch "Thetha" genannt) auf ca. €930 gesunken. Strategisch wollen wir nicht darauf setzen, dass diese schwankungsarme, leicht positive Wohlfühlstimmung am Aktienmarkt den ganzen Sommer anhält. Wir nutzen jetzt das niedrige Preisniveau, um im Sommer besser vor einer starken Bewegung geschützt zu sein.

 

Die Märkte haben sich wieder beruhigt und in der nächsten Woche gibt es einen Feiertag. Es könnte also ein ruhige Woche werden und dann können wir unsere Absicherungsposition in Richtung Sommer weiter optimieren. Bald steht auch der quartalsweise Portfolio-Check an ... und ich will in der nächsten Woche auch einmal über die sog. Korrelation der Aktien zur Absicherungsposition berichten: Also wie effektiv ist eigentlich eine DAX Absicherungsposition für die deutschen Aktien im ETF750, die ja gar nicht alle im ETF750 drin sind? Bis dahin wünsche ich Ihnen jedoch erst einmal ein schönes Wochenende!

 

Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden

Die erneute Abkühlung an den Aktienmärkten haben wir genutzt, um die im Vergleich zu Europa kleineren Absicherungspositionen im DAX und im S&P500 anzupassen. In der DAX Grafik erkennt man den nun erheblich nach oben verschobenen Absicherungsbereich (grün) und die Wertbegrenzung ab ca. 13000 Punkten. Bitte beachten Sie, dass wir mit der "Absicherungsstrategie light" nur eine kleine Teilabsicherung an Bord haben, um die Kosten niedrig zu halten. Im DAX Chart erkennen Sie zudem, dass die beiden dominierenden Aufwärtstrends kerngesund sind. Wir hatten es in den letzten Monaten mit überraschend starken Aktienmärkten zu tun. Deshalb ist diese technische Reaktion nach unten mehr als willkommen!!

Sie erkennen in der Grafik auch, dass wir nicht einmal die 100-Tage-Durchschnittslinie (grün) oder die viel wichtigere 200-Tage-Durchschnittslinie (rot) erreicht haben. Darüber liegt zudem noch das alte Allzeithoch aus dem Jahre 2015 bei 12400 Punkte. Auch dort sind wir noch nicht angekommen. Insgesamt haben wir die Absicherung auf ca. 31% des Fondsvolumens reduziert und die tägliche Seitwärtsrendite auf €1910 erhöht. Gleichzeitig registrieren wir heute sehr gute Absatzzahlen des Fonds über die Börsen, worüber wir uns sehr freuen. Die plötzliche Bewegung am Markt gibt uns die Möglichkeit unsere Teilabsicherungspositionen zu optimieren - und genau das setzen wir zurzeit um. Für eine viel stärkere Absicherung des Fonds ist es noch zu früh. Weder die fundamentalen noch die technischen Faktoren sprechen dafür!

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

Heute haben die Aktienmärkte ihre Aufwärtslethargie zum ersten Mal in diesem Jahr nachhaltig beendet. In der heutigen ideasTV Sendung, die heute Morgen aufgezeichnet wurde, erahnte unser Chefvolkswirt wohl, dass es noch günstigere Einstiegsmöglichkeiten geben wird. Nun, hier sind sie! Aber natürlich ist kein einziger Aufwärtstrend nachhaltig gebrochen worden und diese technische Reaktion der Märkte war mehr als überfällig.

Wir haben heute im ETF750 die EURO STOXX Absicherungsposition angepasst. Wir haben den Absicherungsbereich (in der Grafik grün) an das höhere Marktniveau angeglichen und hierfür kein zusätzliches Kapital benötigt. Im Detail tauschten wir unsere 3.200er Put Absicherungsoptionen in 3.500er Absicherungsoptionen. Wir investierten für den Erwerb der neuen Position nur das Geld, das wir aus dem Verkauf der alten Position bekamen, d.h. wir haben im Verhältnis weniger 3.500er Optionen gekauft. Damit haben wir den konkreten Absicherungsbereich (in der Grafik grün eingezeichnet) näher an das aktuelle Marktniveau herangerückt! Die Absicherungsstrategie "light" greift also per Dezember 2017 Eurex Verfall ab einem Indexniveau des EURO STOXX 50 von 3.500 Punkten und finanziert sich aus verkauften Call Optionen ab einem durchschnittlichen Indexniveau von 3.733 Zählern.

Routine...

16.05.2017

Da die Märkte ganz leicht steigen oder einfach stehen bleiben, ist im ETF750 zurzeit wenig zu tun. Wir haben die aus abverkauften Fondsanteilen generierten Mittel in Aktien investiert... und heute die Optionsposition im EURO STOXX 50 angepasst.

Da der Index so stark gestiegen ist, haben wir die Basispreise der Call Optionen weiter nach oben geschoben - ohne zusätzlich Geld auszugeben. Das geht recht gut durch eine Laufzeitverlängerung. Die Position ist jetzt per Verfall der Optionen im Schnitt bei 3.733 Indexpunkten wertbegrenzend ... und das ist eben höher als der heutige Indexstand von 3.641. Die Absicherungsquote ist bei ca. 36% und der tägliche Gewinn durch den Zeitwertverfall der Optionen liegt bei 1.080,- Euro.

Zurzeit sind die Absicherungskosten wieder sehr stark gesunken und wir beobachten den Markt genau, wie wir die bestehende Optionsposition noch verbessern können - ohne mehr Geld auszugeben.

Vielleicht waren Sie ja auch schon im Jahr 2000 aktiv an der Börse? Gezogen von der Euphorie des „Neuen Markts“ rannte der DAX von einem Allzeithoch zum nächsten. Damals war die Internet Euphorie ausgebrochen, das Netz sollte die Welt nachhaltig verändern. Heute sind wir wieder auf Allzeithochs und es ist teilweise immer noch die Digitalisierung, die - als Thema neu verpackt - Treiber ist. Doch wie haben sich die Aktienmärkte in den 17 Jahren dazwischen geschlagen?

Der Dow Jones ist 78% und der S&P 500 56% über den Höchststand von 2000 gestiegen. Der vergleichbare DAX Preisindex, also der DAX ohne reinvestierte Dividenden, ist dagegen immer noch 4% unter dem Hoch von 2000 und beim EURO STOXX 50 sind es sogar minus 44%! Man kann den Vergleich auch mit reinen Performance Indizes machen, also nur mit Indizes, die wie der DAX die Dividenden reinvestieren: der Dow Jones Performance Index verbucht ein Plus von 171%, der S&P 500 Performance Index 118% und der DAX Performance Index einen Zugewinn von (nur) 54% oberhalb des Höchststands von 2000. Es ist also alles relativ...

....und unsere starke Fokussierung auf das unmittelbar Nahe verbirgt oft die großen Trends im Hintergrund. Es sollte also nicht verwundern, wenn europäische Aktien in den nächsten Monaten gegenüber amerikanischen aufholen.

Der 75% Europa und 25% USA Mix unseres Aktienportfolios würde davon profitieren. Übrigens kann es auch in einem langen Aufwärtstrend zu Korrekturen kommen: Im März 2009 startete der S&P500 seinen jetzigen Aufwärtstrend und korrigierte viermal: im April 2010, Juli 2011, März 2012 und April 2015 - um jeweils mehr als 10% nach unten. Es gilt also, die bestehenden langen Aufwärtstrends zu respektieren, solange sie intakt sind ... und gleichzeitig einen Minimumschutz zu möglichst geringen Kosten aufrechtzuerhalten. Und genau das ist das Ziel unserer Absicherungsstrategie „light“!